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Scheune brennt ab - war es Brandstiftung?

Ein Großbrand geschah in Heynitz. Es bestand die Gefahr, dass Flammen auf ein Wohnhaus übergreifen. Höchste Eile war geboten.

Rund 60 Feuerwehrleute waren im Nossener OT Heynitz im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf zwei Wohnhäuser zu verhindern.
Rund 60 Feuerwehrleute waren im Nossener OT Heynitz im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf zwei Wohnhäuser zu verhindern. © Roland Halkasch

Nossen. Am frühen Dienstagmorgen um 4.12 Uhr ging der Alarm an. 13 Minuten später trafen die ersten Kameraden am Einsatzort im Nossener Ortsteil Heynitz ein. In einem Dreiseithof an der Heynitzer Straße gleich nach dem Ortseingangsschild „stand der gesamte Dachstuhl der Scheune schon lichterloh in Flammen“, berichtete Nossens Stadtwehrleiter Michael Hollmann. Den Einsatz leitete Sven Jähnigen, Ortswehrleiter von Wendischbora-Ilkendorf.

Größte Eile war geboten. Es bestand die Gefahr, dass die Flammen auf die angrenzenden Wohngebäude übergreifen, erklärte Hollmann. So ist die Scheune direkt an ein Fachwerkhaus angebaut, das jedoch zum Glück durch die dazwischen befindliche Brandschutzmauer sogar weniger gefährdet war als das etwa fünf Meter gegenüber befindliche Wohnhaus. „Die Schneefangzäune dieses Hauses sind aus Holz und zeigten schon erste Branderscheinungen“, berichtete Hollmann. Zudem wächst an der Außenfassade eine Weinlaubwand. Wenn die einmal brennt, wird es gefährlich.

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Vier Stunden Einsatz

Etwa 50 bis 60 Kameraden der Nossener Wehren Wendischbora-Ilkendorf, Deutschenbora, Raußlitz, Ziegenhain, Nossen und Starbach waren zum Einsatz gerufen worden, um das zu verhindern. Zudem wurde die Drehleiter der Meißner Wehr angefordert. Die Kameraden errichteten eine Art Wasserwand mit Strahlrohren im Hof. „Die Dächer und Fassaden der Wohngebäude wurden runtergekühlt“, erklärte Hollmann. Weil das Wasser dafür nicht reichte, haben die Einsatzkräfte auch noch die Tanklöschfahrzeuge aus dem Klipphausener Ortsteil Röhrsdorf und dem Käbschütztaler Planitz-Deila angefordert.

Die zwei in den Häusern wohnenden Familien hatten die Gebäude bereits verlassen. Menschen waren also nicht in Gefahr. Trotzdem haben die Kameraden noch einmal die Häuser überprüft. Auch wurde die Erwärmung der Gebäude überprüft. So kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz.

8.30 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Gegen zehn Uhr sind die Wehren Heynitz und Deutschenbora noch einmal zur Brandschutzkontrolle zum Einsatzort gefahren.

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„Der Dachstuhl ist komplett niedergebrannt“, berichtete der Stadtwehrleiter. Zudem kommt das Löschwasser, an der Scheune ist nichts mehr zu retten. In ihr befanden sich Baumaterialien und Fahrzeuge. Als die Kameraden die niedergebrannte Scheune verließen, waren Brandursachenermittler bereits eingetroffen, berichtete Hollmann. Ob der Brand einfach so ausgebrochen ist oder ob es Brandstiftung war, kann Michael Hollmann nicht sagen: „Das wäre ein Blick in die Glaskugel.“

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