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Straßenkünstler verzaubern Meißen

Akrobatik, Pantomime und Musik: Das Straßentheaterfest zog am Wochenende viele Meißner und Gäste in seinen Bann.

Mit feurigen Darbietungen und witzigen Bemerkungen begeisterte der aus Großbritannien stammende Straßenkünstler Andy Snatch das Publikum wie hier am Heinrichsplatz an den verschiedenen Spielorten beim „Gassenzauber“ am Wochenende in Meißen.
Mit feurigen Darbietungen und witzigen Bemerkungen begeisterte der aus Großbritannien stammende Straßenkünstler Andy Snatch das Publikum wie hier am Heinrichsplatz an den verschiedenen Spielorten beim „Gassenzauber“ am Wochenende in Meißen. © Claudia Hübschmann

Meißen. „Hier macht einer was – willste mal gucken“, fragt ein Vater seinen etwa sechs Jahre alten Sohn. Wie die beiden fühlen sich viele zur wachsenden Menschenmenge rund um den Heinrichsbrunnen hingezogen. Andy Snatch trifft dort gerade letzte Vorbereitungen für seinen Auftritt.

Der Brite versteht es, die Menschen um ihn herum zu verzaubern. In englisch-deutschem Kauderwelsch animiert er die Zuschauenden zu gemeinschaftlichen U- und A-Lauten, bringt sie mit witzigen Anspielungen zum Lachen. Seine Jonglage-Nummern – zum Teil mit brennenden Enden seiner „Sticks of Death“ – fesseln das Publikum. Applaus ist ihm dafür ebenso sicher wie für seine komödiantischen Bemerkungen. Andy Snatch holt Kinder aus dem Publikum, die ihm bei seinen Darbietungen assistieren. Für eine Feuer-Jonglage auf dem Schlappseil versteht er es, auf amüsante wie charmante Weise acht Helfer aus dem Publikum zu sich zu heranzuholen.

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Jan Manske alias Djuggledy ist ein frecher, virtuoser Diabolo Jongleur. © Claudia Hübschmann
Flash Gonzalez aus Chile begeistert als Lump mit stillen, eleganten Bewegungen und feinem Humor
Flash Gonzalez aus Chile begeistert als Lump mit stillen, eleganten Bewegungen und feinem Humor © Claudia Hübschmann
„Losst’s es brennan!“ hieß es am Samstagabend auf dem Marktplatz – bei der Feuershow, das das Theater Irrwisch bot.
„Losst’s es brennan!“ hieß es am Samstagabend auf dem Marktplatz – bei der Feuershow, das das Theater Irrwisch bot. © Claudia Hübschmann
Andy Snatch aus Großbritannien begeisterte auf mit Feuerjonglage das Publikum am Heinrichsplatz.
Andy Snatch aus Großbritannien begeisterte auf mit Feuerjonglage das Publikum am Heinrichsplatz. © Claudia Hübschmann
Akrobatische Circus-Artistik von Anaelle Molinario aus Frankreich auf dem Theaterplatz.
Akrobatische Circus-Artistik von Anaelle Molinario aus Frankreich auf dem Theaterplatz. © Claudia Hübschmann
Von den Straßenmusikern ließen sich beim „Gassenzauber“ am Wochenende einige auch dazu animieren, das Tanzbein in Meißen zu schwingen.
Von den Straßenmusikern ließen sich beim „Gassenzauber“ am Wochenende einige auch dazu animieren, das Tanzbein in Meißen zu schwingen. © Claudia Hübschmann

Dieses Improvisieren ist es, was Straßentheater ausmacht. Am Wochenende gab es in Meißen jede Menge davon. Unter dem Motto „Gassenzauber“ waren Schauspieler, Artisten, Clowns in Meißen zu Gast. Und Straßenmusiker versetzten die Gassen der Altstadt in rhythmisches Dröhnen, wenn sie die Menschen auf die einzelnen Shows einstimmten.

Auf dem Markt, vor dem Theater, im Hof der Roten Schule sowie am Heinrichsbrunnen gaben alle „dem Affen so richtig Zucker“: Da bot der Kanadier Peter Shub Slapstick und Pantomime, der Chilene Flash Gonzalez kam als subtiler Clown daher, während Jan Manske als Djuggledy mit Diabolo-Jonglagen zu beeindrucken wusste. Die Französin Anaelle Molinario präsentierte sich als akrobatische Artistin mit Charme. Die aus Österreich angereisten Straßenkünstler des Theaters Irrwisch unterhielten mit skurriler Musik und brennender Akrobatik.

In vielen Reihen standen die Menschen, um den Darbietungen der Straßenkünstler zu folgen. Beifall war an diesem Wochenende reichlich in der Meißner Innenstadt zu hören. Einheimische und Gäste der Stadt ließen es im Anschluss an die 30 bis 45 Minuten dauernden Darbietungen in den Hüten der Straßenkünstler klingeln.

Auch wenn die Schauer am Sonntagmittag einige der Veranstaltungen ins Wasser fallen ließen, so war die Stadt an diesem Wochenende insgesamt sehr gut besucht. Am Sonntag hatten zudem die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet.

Meißens Theater-Chefin Ann-Kristin Böhme, die den „Gassenzauber“ gemeinsam mit dem Radebeuler Straßentheater-Organisator und künstlerischem Leiter Helmut Raeder vorbereitet hatte, freut sich natürlich über diesen Zuspruch. Die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes hat sich als gut angelegtes Geld erwiesen.

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Sie bedankt sich bei allen, die den „Gassenzauber“ in Meißen ermöglicht haben, sei als Sponsor wie die Stadtwerke Meißen oder als Helfer bei ganz praktischen Dingen wie der Unterbringung der mitwirkenden Akteure. Wenn die Freude über dieses gelungene Wochenende in weiteres Engagement für die Kultur in dieser Stadt mündet, „dann verstehe ich das gern als Aufforderung, diesem ersten Gassenzauber weitere folgen zu lassen“, so Ann-Kristin Böhme.

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