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Streit wegen hoher Wassergebühren geht weiter

Die Triebischtaler haben den hohen Kosten widersprochen. Die Gemeinde wertet das Schreiben als Petition.

Triebischtaler wehren sich gegen hohe Gebühren.
Triebischtaler wehren sich gegen hohe Gebühren. © dpa/Symbolbild

Klipphausen. Die Triebischtaler müssen künftig extrem hohe Gebühren für Trink- und Abwasser zahlen: 7,48 Euro pro Kubikmeter Abwasser und 3,05 Euro für Trinkwasser. Mit einem 535 Unterschriften umfassenden Einspruch haben die Triebischtaler den hohen Kosten widersprochen. Die Gemeindeverwaltung werte diese Unterschriftensammlung als Petition, teilte Bürgermeister Mirko Knöfel (parteilos) mit. Dem Antrag auf öffentliche Diskussion mit dem Bürgermeister und dem Gemeinderat und einer transparenten Darstellung der Grundlagen der Beschlussfassung werde stattgegeben.

Aus Sicht der Triebischtaler sei es ein unverhältnismäßig hoher Kostenaufwand und stehe im Widerspruch zur Vereinbarung über den Zusammenschluss der Gemeinden Klipphausen und Triebischtal 2012. Die Verwaltung teilte daraufhin mit, dass derzeit verschiedene Varianten der Gebührenabrechnungen ab 2022 geprüft werden.

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Eine Bürgerin aus Miltitz griff diese Thematik in der Februar-Gemeinderatssitzung auf. Sie stellte Rechenbeispiele vor, die die Ungleichbehandlung der Triebischtaler verdeutlichen sollte. Zudem stellte sie viele Fragen, auf die sie Antworten in naher Zukunft erwarte. Es waren viele Fragen zu der Thematik, die in der Gemeinderatssitzung im November vorigen Jahres ausführlich besprochen wurden. Damals hatte Alexander Arenswald von der mit der Berechnung beauftragten Firma Kommunalentwicklung Mitteldeutschland die Gebührenkalkulation für die Gemeinde vorgestellt.

Bürgermeister Knöfel sagte, die Verwaltung sei selbst überrascht über die Höhe der Gebühren gewesen. Zudem erklärte er noch einmal, der Einigungsvertrag der beider Alt-Gemeinden sage nicht aus, dass es eine einheitliche Gebühr geben muss. Das Thema sei sehr komplex, da es unterschiedliche Voraussetzungen gibt.

Gemeinderat Philipp Schmidt (CDU) sagte, „das Thema Abwasser beschäftigt uns immer wieder. Vielleicht sollte die Präsentation der Firma der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.“ Diese sei sehr gut verständlich gewesen. Knöfel informierte daraufhin, dass eine Bürgerversammlung geplant sei, sobald dies entsprechend der Corona-Schutzverordnungen möglich sei.

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