merken
PLUS Meißen

Weitere Absagen und Einschränkungen

In Lommatzsch gelten wegen Corona neue, alte Regeln. Eines aber soll es nicht geben.

Im Lommatzscher Rathaus muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. An anderer Stelle lehnt die Stadt dies aber ab.
Im Lommatzscher Rathaus muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. An anderer Stelle lehnt die Stadt dies aber ab. © dpa

Lommatzsch. Eröffnung des neuen Terence-Hill-Museums, Krautmarkt, Sommerfest auf der Freilichtbühne, öffentliche Schlüsselübergabe am 11.11. und nun auch noch der Weihnachtsmarkt - dies alles musste in diesem Jahr abgesagt werden.  Und es wird kaum besser. Ob die Faschingsveranstaltungen im Januar und Februar stattfinden können, ist äußerst fraglich. Selbst wenn es Lockerungen geben sollte, werden Tanzveranstaltungen mit mehreren Hundert Leuten und Alkoholausschank wohl vorläufig verboten bleiben.  Da vergeht auch den Narren das Lachen. 

Auch im Rathaus gibt es jetzt wieder Einschränkungen, die schon im Frühjahr praktiziert wurden. Seit einiger Zeit gilt auch dort eine generelle Maskenplicht. Neu ist jetzt, dass wieder Termine vorher telefonisch angemeldet  werden müssen. Damit soll die  Anzahl der Besucher im Einwohnermeldeamt, Standesamt, Ordnungsangelegenheiten und Kasse sowie Warteschlangen vor dem Rathaus vermieden werden.  "Ich bitte dafür um Verständnis. Wir als Kommunalverwaltung müssen diese entsprechenden Anordnungen von Land und Bund schließlich umsetzen", so Bürgermeisterin Anita Maaß(FDP).  Andere Angelegenheiten, wie  im Bereich der Bauverwaltung oder der Elternbeiträge  könnten nach wie vor ohne Termin erledigt werden. 

Familienkompass 2020
Familienkompass 2020
Familienkompass 2020

Welche Ergebnisse bringt der Familienkompass 2020 für die sächsischen Gemeinden und unsere Region hervor? Auf sächsische.de bekommen Sie alle Infos!

Mundschutz im Kindergarten?

Mit den Leitungen der Kindereinrichtungen und des Hortes sei intensiv beraten worden, wie die Betreuung der Kinder im November gestaltet werden soll. "Feste Partnergruppen wären zwar wünschenswert, benötigen aber mehr Personal oder führen zu kürzeren Betreuungszeiten. Daher haben wir das abgelehnt", so die Bürgermeisterin. Eines aber soll es auf keinen Fall geben: eine Maskenpflicht für die Kinder. " Da Kinder bis zum Grundschulalter nach veröffentlichten Verlautbarungen wohl nicht als potenzielle Träger des Virus agieren, gibt es für sie in Hort und Kita auch keine Maskenpflicht", betont sie.

Mögliche Personalengpässe im Spätherbst und Winter beispielsweise wegen Ausfällen durch Erkrankung oder Quarantäne von Erzieherinnen können allerdings nicht ausgeschlossen werden. Für diese Fälle müssten möglicherweise die Betreuungszeiten gekürzt werden. " Wir möchten das nicht, bitten Sie aber im Fall des Falles schon heute um Verständnis", sagt sie.

Abgesagt wurden inzwischen auch die Feierstunde zum Volkstrauertag sowie alle Seniorenweihnachtsfeiern. Schon seit März konnte die Bürgermeisterin auch keine persönlichen Gratulationen zu runden Geburtstagen durchführen.

Buch statt Glotze

Die Bürgermeisterin macht ihren Bürgern aber Mut. Bei all den schlechten Nachrichten könne es nicht schaden, auch mal das Fernsehgerät und das Radio abzuschalten, stattdessen zu einem guten Buch zu greifen. Sie empfiehlt eines des Satirikers Erich Kästner als "Medizin" gegen das Corona-Virus. Von Kästner stammt ja auch ein Spruch, der aktueller denn je ist: "Das Leben ist immer lebensgefährlich“. (SZ/jm)

Termine im Rathaus können unter der Telefonnummer 035241 54012 vereinbart werden. 

Mehr zum Thema Meißen