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Wo man baden kann und was zu beachten ist

Der Sommer steht vor der Tür, doch die Freibäder sind noch geschlossen. Aber es gibt Alternativen.

Diese Luftaufnahme zeigt das Wellenspiel Meißen bei Nacht. Die Mitarbeiter bereiten sich derzeit erst einmal auf das Schulschwimmen vor, damit das losgehen kann, sobald die Grundschulen öffnen, teilte das Unternehmen mit.
Diese Luftaufnahme zeigt das Wellenspiel Meißen bei Nacht. Die Mitarbeiter bereiten sich derzeit erst einmal auf das Schulschwimmen vor, damit das losgehen kann, sobald die Grundschulen öffnen, teilte das Unternehmen mit. © Wellenspiel Meißen

Von Maria Knorr

Landkreis. Reisen in die Ferne sind auch in diesem Jahr mit Einschränkungen verbunden. Dadurch dürfte für viele das Schwimmbad um die Ecke oder der nächstgelegene See zur ersten Bade-Option werden. Und Möglichkeiten dafür gibt es im Kreis Meißen viele: Zehn öffentlich betriebene Naturbadestellen und sechs Freibäder versprechen Abkühlung für jeden Geschmack, von buddeln im Sandstrand bis zum Sprung vom Beckenrand.

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Wann öffnen die Freibäder?

Die Öffnung der Bäder ist abhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Meißen. Liegt diese oberhalb von 100, greifen die Regelungen der Bundesnotbremse und damit das Verbot Badeanstalten, Spaßbäder, Hotelschwimmbäder und Thermen zu öffnen. „Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Schwellenwert von 100, können die genannten Einrichtungen am übernächsten Tag öffnen“, teilt das Gesundheitsamt Meißen mit. Dann greift wieder die aktuelle Sächsische Corona-Schutzverordnung und die erlaubt momentan den eingeschränkten Badebetrieb zum Beispiel für Schuler oder Berufsrettungsschwimmer.

Eine einheitliche Öffnung der Bäder wird es vermutlich selbst dann nicht geben, wenn die Werte es zulassen. Gerade Freibäder brauchen eine gewisse Vorlaufzeit, auch wenn sie bestens vorbereitet sind: „Wir planen eine Öffnung Mitte Juni. Wenn wir morgen wissen, dass wir öffnen dürfen, dauert es auch nochmal 14 Tage bis das Schwimmbecken gereinigt und vorbereitet ist“, teilt ein Mitarbeiter des städtischen Volksbades in Nossen mit. Gute Erfahrungen habe man dort schon letztes Jahr mit geeigneten Hygienekonzepten gemacht.

Das „Wellenspiel“ in Meißen mit seinem kleinen Außenbereich setzt Prioritäten. „Wir bereiten uns jetzt erst einmal auf das Schulschwimmen vor, damit das losgehen kann sobald die Grundschulen öffnen“, sagt eine Mitarbeiterin vom Wellenspiel in Meißen.

Und wie sieht es mit Seen aus? Darf ich da baden?

In den Seen im Landkreis darf prinzipiell gebadet werden, solange sie frei zugänglich sind. „Weder die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung noch das Infektionsschutzgesetz beinhalten ein Badeverbot für die Bevölkerung“, so Doris Käthner vom Landratsamt. Das betrifft zum Beispiel die meisten Moritzburger Teiche. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten auch hier im Wasser und am Badestrand. „Mit Kontrollen einschließlich möglicher Sanktionierung muss/sollte immer gerechnet werden“, warnt Käthner.

Eine Einschränkung gibt es allerdings auch für die öffentlichen Naturbäder: „Badegewässer, die ‘geschlossen’ gehalten werden können, müssen bei einer Inzidenz über 100 geschlossen bleiben und brauchen – so lange sie geschlossen sind - auch nicht überwacht werden, da ja kein Badebetrieb stattfindet“, so das Gesundheitsamt Meißen. Folgerichtig sind auch die Probeentnahmen zur Kontrolle der Wasserqualität in Naturbädern dieses Jahr erst am 1. Juni 2021 anberaumt. Zu skurrilen Situationen könnte die momentane Gesetzeslage führen, wenn das Baden auf der einen Seite des Sees erlaubt ist, während es auf der anderen Seite des Sees verboten ist, weil dort der Strand innerhalb eines (geschlossenen) Campingplatzes liegt.

Gibt es Ausnahmeregelungen für Geimpfte?

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