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Mal staubig, mal rutschig

Seit der Schlammflut von 2014 ärgern sich Mieter im Triebischtal über einen unbefestigten Weg.

Nur wenige Meter lang ist dieser Weg am Wohnblock in der Ossietzkystraße 4 C/D, über dessen Zustand sich die Anwohner beschweren.
Nur wenige Meter lang ist dieser Weg am Wohnblock in der Ossietzkystraße 4 C/D, über dessen Zustand sich die Anwohner beschweren. © Harald Daßler

Meißen. „So ein Dreck!“ Die Mieter reden sich schnell in Rage, wenn sie die Situation vor ihrem Haus an der Ossietzkystraße 4 C und 4 D beschreiben. Es ist ein unbefestigter Weg, der hier für Ärger sorgt: „Wenn es trocken ist, dann staubt es – und zwar so, dass man kein Fenster öffnen kann“, sagt Anwohnerin Bärbel Rosenhahn. Und bei starkem Regen verwandelt sich der Weg in eine Schmierseifenpiste – von den Pfützen ganz zu schweigen. Für die meist älteren Bewohner ist das nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich.

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Nach der Schlammflut von 2014 wurde hier nur Erde aufgeschüttet, wie die Anwohner berichten. Zwar gibt es einen befestigten Gehweg unmittelbar vor dem Wohnhaus, in dem zwölf Mietparteien leben. Aber er ist zu schmal, um mit dem Auto vor einen der Eingänge fahren zu können, wenn zum Beispiel Einkäufe zu entladen sind. Ebenso müssen die Anwohner den unbefestigten Weg queren, um zu den Müllplätzen zu gelangen.

Eine Fuhre Splitt könnte Abhilfe schaffen. Zumindest ließen sich dadurch die Belästigung durch Staub bei Trockenheit und die Rutschgefahr bei Nässe mindern, ist Bärbel Rosenhahn überzeugt. Jedenfalls hat sie dies in Briefen an den Vermieter, die Stadtentwicklungs- und -erneuerungsgesellschaft (SEEG) Meißen, vorgeschlagen.

Das löst das Problem nicht, entgegnet Birgit Richter. Weder Staub noch Pfützen ließen sich dadurch vermeiden. Die Geschäftsführerin des städtischen Großvermieters hat sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Und sie kann den Ärger der Mieter verstehen.

Nach der Schlammlawine sei alles so wieder hergestellt worden, wie es vorher war. Finanziert wurde das im Zuge der Schadensregulierung mit der Versicherung, die für die im Meißner Triebischtal entstandenen Schäden aufkam. Im Nachhinein zeige sich, dass es beim Beseitigen der Schäden der Schlammflut wohl besser gewesen wäre, den befestigten Weg am Haus zu verbreitern, sodass Fahrzeuge dort zum Be- und Entladen halten können.

Diese Idee ist nicht vom Tisch. Derzeit bereiten Planer eine neue Platzierung für die Mülltonnen vor, wie SEEG-Chefin Birgit Richter ankündigt. Seit Einführung der gelben Tonne ist der Mülltonnen-Standort vor dem Wohnhaus an der Ossietzkystraße 4 C und 4 D nicht mehr ausreichend. Deshalb sollen Flächen an den Wohnblocks neu geordnet werden, um genügend Platz für alle Mülltonnen zu schaffen. Vorgesehen ist auch, einige neue Stellflächen für Fahrzeuge der Anwohner zu errichten. Bis zum Ende des Jahres soll das erledigt sein, so die SEEG-Chefin.

Im nächsten Jahr sind weitere Maßnahmen vorgesehen, um mehr Aufenthaltsqualität in dem Quartier zu schaffen. Der mal staubige, mal rutschige Weg am Wohnblock Ossietzkystraße 4 C/D wird dabei eine Rolle spielen.

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