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Mehrere Corona-Fälle in einem Behindertenheim

Zwölf Neuinfektionen wurden gemeldet. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen steigt stark an. Am Freitag tritt der Krisenstab wieder zusammen.

Schwieriges Pflaster für Behinderte. Auch die Corona-Pandemie erweist sich für Pflegebedürftige als gefährlich. Jetzt gab es mehrere positiv Getestete in einem Coswiger Behindertenheim.
Schwieriges Pflaster für Behinderte. Auch die Corona-Pandemie erweist sich für Pflegebedürftige als gefährlich. Jetzt gab es mehrere positiv Getestete in einem Coswiger Behindertenheim. © Claudia Hübschmann

Meißen. Schon wieder ein sehr kräftiger Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vortag.  Insgesamt zwölf neue Corona-Fälle sind am Donnerstag  hinzugekommen. Das teilte das Landratsamt mit. Im Landkreis Meißen gibt es somit insgesamt 318 positiv getestete Personen, von denen sich 38 in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Hinzu kommen  88 Kontaktpersonen von positiven Fällen. Vier Patienten sind stationär aufgenommen. Insgesamt 20 Personen sind bislang verstorben.

Der Inzidenzwert (Zahl der Neuerkrankungen im Verhältnis) für den Landkreis Meißen liegt am Donnerstag bei 12,0. Am Mittwoch lag er bei 8,3, am Dienstag bei 6,2. Das ist ein neuer Rekordwert nach dem Frühjahr. Der bisherige Gesamthöchstwert war am 5. April mit 21,5. Steigt der Inzidenzwert weiter auf 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, müssen die Behörden verschärfende Maßnahmen ergreifen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

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Nach Angaben des Landratsamtes wurde am Mittwoch ein Behindertenheim in Coswig getestet. Die von dort derzeit eingehenden positiven Labormeldungen sind im aktuellen Tagesbericht noch nicht berücksichtigt. Wegen des starken Anstiegs der Infektionen tritt der Corona-Krisenstab des Landkreises am Freitag wieder zusammen.

Die Universität Osnabrück prognostiziert für den Landkreis Meißen eine Wahrscheinlichkeit von größer 95 Prozent für einen weiteren Anstieg der Infektionen mit Sicht auf mehrere Wochen (Stand 7. Oktober).

Wieder ein starker Anstieg.
Wieder ein starker Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Die Kurven drehen nach oben.
Die Kurven drehen nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch fern.
Die rote Linie ist noch fern. © Gesundheitsamt Meißen

Atmosphärenforscher der Goethe-Universität Frankfurt haben herausgefunden, dass Luftreiniger die Aerosolkonzentration in einem Klassenzimmer in einer halben Stunde um 90 Prozent senken können. Weil damit das Risiko einer Aerosolinfektion mit dem Sars-Cov-2 Virus deutlich verringert wird, empfehlen die Wissenschaftler das Aufstellen entsprechender Luftreiniger in Klassenräumen. Die Lärmbelastung durch den Reiniger beurteilten Schüler und Lehrer überwiegend als nicht störend. Die Studie wurde als Preprint vor der Publikation in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht.

Ein Luftfilter, so die Forscher,  ersetze allerdings nicht das regelmäßige Öffnen des Fensters, wodurch die CO2-Konzentration im Raum wieder gesenkt wird.

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