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Meißen: Abschiebepraxis ist ein Skandal

Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter kritisiert die Abschiebung einer gut integrierten Meißner Familie nach Georgien.

Ein Foto eines Familienfestes bei der georgischen Familie Pareulidze-Gardasvili in Meißen. Eltern und Kinder sind nach Georgien abgeschoben worden. Dagegen erhebt sich jetzt Protest.
Ein Foto eines Familienfestes bei der georgischen Familie Pareulidze-Gardasvili in Meißen. Eltern und Kinder sind nach Georgien abgeschoben worden. Dagegen erhebt sich jetzt Protest. © privat

Meißen. Erschüttert über die Abschiebepraxis der sächsischen Behörden zeigt sich der Meißner SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter. "Zum wiederholten Mal wird bekannt, dass eine hier gut integrierte Familie aus dem Schlaf gerissen und in überfallartiger Weise aufgegriffen und abgeschoben wird", teilte Richter sächsische.de nach einer entsprechenden Veröffentlichung von säschsische.de über die Familie Pareulidze-Gardasvili mit. "Die Polizei nimmt die Traumatisierung kleiner Kinder offenbar hemmungslos in Kauf."

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In Gesprächen mit Frau Hoffmann, der Nachbarin der aus Meißen abgeschobenen Familie, - die kleinen Mädchen nannten sie Omi - will Richter erfahren haben, dass die Beamten den Abzuschiebenden die Mobiltelefone und die Sparbüchsen der Kinder abgenommen haben. Auch die sonstigen Umstände der Abschiebe-Aktion gehören aufgeklärt, so Richter.

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Gemeinsam mit Mitstreitern vom Bündnis Buntes Meißen, Mitgliedern der SPD und anderen Vertrauten werde Richter jetzt beraten, wie der Protest gegen diese Abschiebung aussehen muss. Richter: "Ich fürchte nicht nur um viele, hier gut integrierte Asylbewerber und Flüchtlinge. Ich befürchte eine Verrohung unserer Gesellschaft." Sachsen benötige eine grundlegende Debatte, wie eine humanitäre Asyl- und Integrationspolitik aussehen muss.

Die Abschiebung von Meißen ist nicht die einzige in den letzten Tagen.

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