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Meißen: Droht das leise Sterben der Baufirmen?

Noch wird geschachtet, gemauert und gemalert. Die Baufirmen in der Region melden volle Auftragsbücher. Aber am Horizont ziehen schon dunkle Wolken auf.

Von Ines Mallek-Klein
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Die Bauarbeiten an der alten Ziegelei in Meißen gehen unbeeindruckt von den düsteren Konjunkturaussichten weiter. Viele Firmen haben noch gut zu tun, bemerken aber schon jetzt, dass neue Projekte eher schleppend ausgeschrieben werden.
Die Bauarbeiten an der alten Ziegelei in Meißen gehen unbeeindruckt von den düsteren Konjunkturaussichten weiter. Viele Firmen haben noch gut zu tun, bemerken aber schon jetzt, dass neue Projekte eher schleppend ausgeschrieben werden. © Claudia Hübschmann

Meißen. Heiko Weder hat seine Webseite in dicken Lettern mit dem Spruch „Bauen ist Vertrauenssache“ überschrieben. Vertrauen haben seine Kunden. Noch. Denn die Auftragsbücher des Meißner Bauunternehmers sind sehr gut gefüllt. „Wir sind seit 30 Jahren am Markt aktiv und von der drohenden Baukrise höre ich bisher nur in Berichten“, sagt Heiko Weder. Er war gerade im Großhandel und hat Fliesen für seinen Kunden abgeholt. Sie sollen im Bad- und WC-Bereich verlegt werden.

Die Preise, die er im Handel bezahlen muss, machen dem Bauunternehmer derzeit weit mehr Sorgen, als die Auftragslage. „Es gibt bislang niemanden, der einen Auftrag zurückgezogen hat. Alles läuft planmäßig“, erzählt er auf dem Weg zu seiner nächsten Baustelle. Der große Vorteil: Sein Unternehmen arbeitet nicht nur für Privatkunden, sondern vor allem auch für Genossenschaften und öffentliche Auftraggeber. Die Mitarbeiter mauern nicht nur Wände, sie gestalten auch Außenanlagen und Sanieren ältere Gebäude. Die vielen Standbeine helfen, Ausfälle zu kompensieren.

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