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Immobilien-Betrüger bleibt in Haft

Hochstapler Henryk B., der 2020 in Meißen und der Region aktiv war, macht der Polizei viel Arbeit.

Die Straße lässt es nicht vermuten, aber links und rechts sind auf dem Plossen über Meißen die begehrtesten Grundstücke der Stadt zu finden. Eine Immobilie fand jetzt das Interesse eines Hochstaplers.
Die Straße lässt es nicht vermuten, aber links und rechts sind auf dem Plossen über Meißen die begehrtesten Grundstücke der Stadt zu finden. Eine Immobilie fand jetzt das Interesse eines Hochstaplers. © Claudia Hübschmann

Meißen. Ein Fall aus Meißen könnte dazu führen, dass eine ganze Reihe von Betrügereien auch in anderen Bundesländern aufgedeckt wird. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden wird gegen den Beschuldigten Henryk B. aktuell nicht nur aufgrund von Delikten in Meißen und Umgebung, sondern zusätzlich wegen eines in Mecklenburg-Vorpommern begangenen Betrugs zum Nachteil einer Firma in Hannover ermittelt. "Es ist durchaus davon auszugehen, dass noch weitere Betrugsvorwürfe hinzukommen werden", teilte die Staatsanwaltschaft Dresden jetzt auf Nachfrage mit.

Die Recherchen zu den Vorwürfen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Abschluss ist derzeit nicht absehbar. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, dass der Beschuldigte weiter in Untersuchungshaft bleiben wird.

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Ein Hochstapler, der sich gern als Berater von Angela Merkel und Helmut Kohl ausgab, ist jetzt beim Kauf einer Villa in Meißen aufgeflogen.

Aufgeflogen war der 61-jährige Deutsche durch die Anzeige eines früheren Meißner Unternehmers. Andreas T. hatte seine Villa an Henryk B. und dessen Lebenspartnerin verkaufen wollen. Vom vereinbarten Kaufpreis in Höhe von knapp einer Million Euro sah er allerdings keinen einzigen Euro. Schließlich ging Andreas T. zur Polizei und stoppte den Verkaufsvorgang. In der Folge blieben geschädigte Handwerker in Meißen zurück, die bereits Bauarbeiten am künftigen Sitz von Henryk B. vorgenommen hatten. Zudem liegen der SZ-Redaktion Informationen vor, dass er mehrere Autos bestellt, aber niemals abgeholt haben soll. Das Gleiche trifft auf Reservierungen von Liegeplätzen für angebliche Jachten zu, die allerdings offenbar nie existierten.

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