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Meißen will dunkle Seiten der Stadtgeschichte beleuchten

Eine Studie soll an Einwohner erinnern, die dem DDR-Regime zum Opfer fielen. Ein Antrag der AfD dazu fand eine knappe Mehrheit im Stadtrat.

Von Harald Daßler
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Eine in die Erde eingelassene Tafel am Markt erinnert an den Mut von Bürgern, die Meißen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor der Zerstörung bewahren konnten. Zum Widerstand während der DDR-Zeit soll jetzt eine Studie in Auftrag gegeben werden.
Eine in die Erde eingelassene Tafel am Markt erinnert an den Mut von Bürgern, die Meißen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor der Zerstörung bewahren konnten. Zum Widerstand während der DDR-Zeit soll jetzt eine Studie in Auftrag gegeben werden. © Robin Geyer

Meißen. Jürgen Hainz war nicht der einzige Meißner, der bei einem Fluchtversuch an der DDR-Grenze ums Leben kam. Wie der frühere Superintendent Andreas Stempel in Erfahrung bringen konnte, gibt es noch mindestens zwei weitere Opfer mit Bezug zur Stadt Meißen. Andreas Stempel, der auch mit dem Mandat der CDU im Stadtrat wirkt, hatte sich darum bemüht, die Lebensumstände von Jürgen Hainz aufzuklären. Über den gebürtigen Meißner sind lediglich die Umstände seines Fluchtversuches vom 15. Juni 1971 bekannt. In der Nähe des Harzortes Elend war er von DDR-Grenzsoldaten angeschossen worden. In der Folge der Schussverletzung war der 20-Jährige gelähmt. Im Januar 1972 verstarb Jürgen Hainz im Krankenhaus in Wernigerode. So ist es beim Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin dokumentiert.

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