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Meißen wieder wegweisend

In der Stadt werden weitere Schilder und Tafeln aufgestellt, um die Orientierung zu erleichtern und auf Sehenswertes hinzuweisen.

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Gemeinsam mit Wegewart Karl-Heinz Gräfe und Amtsleiter Christian Friedel präsentierte Oberbürgermeister Olaf Raschke die neuen Hinweisschilder.
Gemeinsam mit Wegewart Karl-Heinz Gräfe und Amtsleiter Christian Friedel präsentierte Oberbürgermeister Olaf Raschke die neuen Hinweisschilder. © Stadt Meißen

Meißen. Wenn das Handy nicht weiterhilft und ein Stadtplan nicht verfügbar ist – dann können Schilder entscheidend sein, gerade dort, wo man fremd ist. Deshalb ist es für eine bei Besuchern beliebte Stadt wie Meißen sehr wichtig, viele und gut wahrnehmbare Möglichkeiten zur Orientierung anzubieten.

Die hunderttausenden Besucherinnen und Besucher, die in jedem Jahr nach Meißen kommen, wollen die Sehenswürdigkeiten in der historischen Altstadt mit Albrechtsburg, Dom und Porzellanmanufaktur in Augenschein nehmen. Neben Informationen über einzelne Ziele sind Angaben zu Entwerfungen auf den Wander- und Radwegen wichtig.

Seit mehreren Jahren schon unternimmt die Stadt einige Anstrengungen, um die touristische Ausschilderung auf Wander- und Radwegen zu erneuern und zu verbessern. Wind und Wetter haben einigen der Orientierungshilfen zugesetzt, ebenso sinnlose Zerstörungswut einzelner.

"Die Neuausschilderung der Wanderwege in Winkwitz, Proschwitz und Rottewitz ist ein wichtiger nächster Schritt zur Optimierung der Infrastruktur für unsere aktiven Gäste aber auch für einheimische Wander- und Naturbegeisterte", erklärte Oberbürgermeister Olaf Raschke bei einem Termin zur Präsentation neuer Wegweiser.

Konzept vom Wegewart

In den vergangenen Jahren hatte das Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur bereits die Wandergebiete im Stadtwald, in Siebeneichen und in Spaar neu beschildert sowie zwei Fahrradfahrer-Rastplätze eingerichtet.

Finanziert werden diese Maßnahmen aus der Gästetaxe. Im vorigen Jahr, als sich der Tourismus nach den Corona-Jahren und den damit verbundenen Einschränkungen wieder zu erholen begann, rechnete die Stadt mit Einnahmen von rund 200.000 Euro, wie der Leiter des Amtes für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur Christian Friedel in einem Interview gegenüber der Sächsischen Zeitung erklärte.

In Zusammenarbeit mit Meißens Ortswegewart Karl-Heinz Gräfe wurde im letzten Jahr an einem Ausschilderungskonzept für die Stadtteile Winkwitz, Proschwitz und Rottewitz gearbeitet. Nachdem die insgesamt 22 neuen Pfosten und 42 Schilder kürzlich aus dem Schilderwerk eingetroffen sind, beginnen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes nun mit der praktischen Umsetzung.

Angebote für Wassertouristen

"Auch künftig liegt auf dem Aktivtourismus ein wichtiger Fokus des Meißner Stadt- und Tourismusmarketing", erklärte Amtsleiter Christian Friedel anlässlich der Schilder-Präsentation. So soll noch in diesem Jahr begonnen werden, die Wanderer- und Radler-Parkplätze neu zu kennzeichnen und die Übersichtstafeln an den Eingängen der Wanderwege zu erneuern. "Unser Wegewart ist dabei, zusätzliche Wanderrouten zu konzipieren und in absehbarer Zeit wird es für jedes Wandergebiet eine neue Karte in Digital- und Printform geben", so Christian Friedel.

Aber nicht nur für den Rad- und Wandertourismus sollen neue Angebote geschaffen werden. Meißens Partnerstadt Leitmeritz hat kürzlich Kurzzeit-Anlegestellen für Kleinboote am dortigen Elbufer gebaut. Kleine Yachten aber auch Paddelboote können dort stundenweise festmachen.

Wie Amtsleiter Christian Friedel ankündigte, wird es im Juni einen Ortstermin in Leitmeritz geben, um von den dortigen Erfahrungen beim Bau des Anlegers zu profitieren und um den Aufbau eines vergleichbaren Angebotes in Meißen zu prüfen. (SZ/da)