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Meißen

Meißner Museologe will in den Bundestag

Bei den Wahlen am 26. September tritt Steffen Förster als Direktkandidat für die ÖDP an.

Museumsmitarbeiter Steffen Förster wurde von der ÖDP als Direktkandidat zu den Bundestagswahlen aufgestellt.
Museumsmitarbeiter Steffen Förster wurde von der ÖDP als Direktkandidat zu den Bundestagswahlen aufgestellt. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Mitarbeiter des städtischen Museums Steffen Förster tritt für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) als Direktkandidat zur Bundestagswahl am 26. September an. Wie der Landesverband Sachsen mitteilt, ist der diplomierte Museologe aus Meißen einer von fünf Kandidaten aus dem Freistaat, die sich um Erststimmen bei der Bundestagswahl bewerben. Innerhalb der ÖDP wurden alle Kandidaten per Briefwahl einstimmig gewählt, wie Landesvorsitzender Dirk Zimmermann informiert.

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Wegen der Corona-Pandemie waren Präsenzveranstaltungen nicht möglich. Deshalb erfolgte die Aufstellung der Kandidaten in Videokonferenzen. Die Ergebnisse mussten dann noch mit Briefwahlen bestätigt werden. Damit die Direktkandidaten am 26. September auch auf den Stimmzetteln erscheinen, müssen sie nun noch jeweils 200 Unterschriften sammeln. „Das geht trotz Corona leider nur in den Fußgängerzonen“, erklärt Markus Taubert, der als Wahlkampfkoordinator die Aufstellungen begleitete.

Die ÖDP ist der Überzeugung, dass unsere begrenzte Erde kein grenzenloses Wachstum verträgt. In ihrer Selbstdarstellung versteht die Partei Bildung nicht nur als den Erwerb von nützlichen Kenntnissen und Fertigkeiten, sondern meint, dass Bildung den ganzen Menschen, also Herz und Verstand, Körper und Geist, formen muss. Sie tritt dafür ein, dass das Streben nach sozialer Gerechtigkeit das politische Handeln bestimmt, und fordert eine Stärkung der Familie durch ein Erziehungsgehalt und einen existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohn. Die ÖDP befürwortet Volksentscheide auf allen Ebenen und fordert ein Verbot von Parteispenden durch Unternehmen.

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Im anstehenden Wettbewerb um das Meißner Direktmandat für einen Sitz im Bundestag stehen bereits sieben Konkurrenten für Steffen Förster fest. Mit den Themen Kinderarmut, Demokratie und Sozialstaat will Susann Rüthrich (43) für die SPD ein Mandat erringen. Die CDU hat sich für den früheren Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer (39) entschieden. Für die AfD tritt die Bibliothekarin Barbara Lenk (38) an, für die FDP der Immobilienmakler Johannes Schmidt-Ramos (30) und der Leipziger Markus Pohle (29) für die Linkspartei. Bei den Freien Wählern hat sich der Meißner Erzieher Andre Langerfeld (49) durchgesetzt. Die Bündnisgrünen haben die gebürtige Nossnerin Karin Beese nominiert. (SZ)

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