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Nachverfolgung soll schneller werden

Das Gesundheitsamt Meißen stockt Personal auf, setzt aber auch auf eine bessere Mitarbeit der Bevölkerung. In der SZ gibt die Behörde einen aktuellen Stand.

Aufgrund der herausfordernden Aufgabe der Nachverfolgung wird das Gesundheitsamt des Kreises in Meißen Anfang nächsten Jahres 270 Mitarbeiter zählen.
Aufgrund der herausfordernden Aufgabe der Nachverfolgung wird das Gesundheitsamt des Kreises in Meißen Anfang nächsten Jahres 270 Mitarbeiter zählen. © Claudia Hübschmann

Wie gut funktioniert die Nachverfolgung im Landkreis Meißen angesichts weiter stark steigender Infektionszahlen?

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Im Landkreis Meißen wird die Kontaktpersonennachverfolgung weiterhin durchgeführt. Dies gestaltet sich mit steigender Zahl der Infektionen zunehmend schwieriger. Wenn die gegenwärtig laufenden Optimierungsprozesse abgeschlossen sind, wird dies zukünftig wieder schneller realisiert werden können.

Welches sind die größten Herausforderungen bei der Nachverfolgung?

Die Erreichbarkeit der Betroffenen gestaltet sich mitunter als schwierig und muss besser werden. So sollte jeder, der einen Test macht, auch seine Telefonnummer angeben und diese sollte auf der Labormeldung, die das Gesundheitsamt erhält, vermerkt sein. Wenn nur eine Postadresse und der Kontakt des Hausarztes auf der Labormeldung erscheinen, sind die Wege bis zum Kontakt mit dem Betroffenen sehr lang. Leider steigt auch zunehmend die Unzufriedenheit mit den angeordneten Maßnahmen.

Wie kooperativ zeigen sich die Betroffenen?

Die meisten Betroffenen zeigen sich kooperativ.

Welche Wünsche hätten Sie an die Bevölkerung, um Ihre Arbeit zu erleichtern?

Wir würden uns wünschen, dass sich die Bevölkerung noch ein Stück weit besser informiert. Auf der Website des Freistaates Sachsen www.coronavirus.sachsen.de können alle Verordnungen nachgelesen werden. Es gibt dort auch wirklich hilfreiche und umfassende FAQ-Listen. Natürlich erleichtert die Einhaltung der angeordneten Maßnahmen auch die Arbeit im Gesundheitsamt.

Verfügen Sie über ausreichend Technik zum Arbeiten?

Die technische Ausstattung ist ausreichend vorhanden.

Wie sieht gegenwärtig die Personallage aus?

Während der Feiertage werden täglich rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz sein. Ab dem 4. Januar wird neues Personal eingearbeitet und geschult. Im Januar rechnen wir mit dem Einsatz von ca. 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Es gibt Betroffene, die erst 14 Tage nach Meldung der Infektion angerufen wurden. Macht das Sinn? Wäre es nicht besser, schnell aktuelle Fälle abzuarbeiten?

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Positiv getestete Personen erreicht das Gesundheitsamt in der Regel nach zwei bis drei Tagen, mitunter nach vier Tagen. Kontaktpersonen wurden in der Vergangenheit erst später kontaktiert. Ursache dafür ist die enorme Höhe der Fallzahlen und der jeweils damit verbundenen Kontakte. Daher ist es ungemein wichtig, die Kontakte zu reduzieren – wie es die aktuelle Verordnung vorsieht. Weniger Kontakte bedeutet weniger Kontaktpersonen und damit eine schnellere Nachverfolgung.

  • Die Fragen stellte Peter Anderson.

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