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Notebooks ohne Internet

Lommatzsch schafft 40 Geräte für die beiden Schulen an. Wer auf dem Dorf wohnt, hat jedoch davon nichts.

Lommatzscher Schulen bekommen 40 Notebooks. Doch es gibt ein anderes Problem.
Lommatzscher Schulen bekommen 40 Notebooks. Doch es gibt ein anderes Problem. © dpa-tmn

Lommatzsch.  Die Stadt wird 40 Notebooks für die Grund- und Oberschule anschaffen. Diese Geräte können von Schülerinnen und Schülern ausgeliehen werden, falls es doch wieder zu Schulschließungen kommt. Die Stadt kostet diese Anschaffung keinen Cent. Diese Technik im Wert von gut 30.000 Euro stellt der Freistaat Sachsen aufgrund der Verordnung  für die Beschaffung mobiler Endgeräte zur Unterstützung des digitalen Fernunterrichtes der Stadt zur Verfügung. Ein kommunaler Eigenanteil ist zunächst nicht vorgesehen. Dennoch muss die Stadt die Geräte erst einmal vorfinanzieren. Einen entsprechenden Beschluss fasst jetzt der Stadtrat. Denn bis zum 30. November dieses Jahres müssen die Geräte beschafft und bezahlt sein.  

Den Zuschlag erhielt die Firma CTH aus Riesa. Sie unterbreitete ein Angebot von 743,65 Euro pro Notebook inklusive  Tasche, Maus, Software Kindersicherheit und  Betriebssystem. Insgesamt wurden drei Angebote eingeholt, wobei ein Anbieter nur ein  Teilangebot abgab und damit nicht berücksichtigt werden konnte. 

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Die Grundschule wird 15 Notebooks erhalten, an die Oberschule gehen 25 Geräte. Dies reicht längst nicht aus für alle Schüler. Vielen nutzen sie gar nichts. "Wer auf dem Dorf wohnt, hat nichts davon, jedenfalls nicht in den nächsten drei Jahren", sagt Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP). Einmal mehr wird deutlich, wie sehr Deutschland die Digitalisierung verschlafen hat. Denn die Internetverbindungen in vielen Lommatzscher  Dörfern sind so schlecht, dass die Geräte gar nicht verwendet werden können. Dies wird sich erst - Stand jetzt - in etwas mehr als drei Jahren ändern. Bis Ende 2023 soll der Breitbandausbau in Lommatzsch beendet sein und auch dort schnelles Internet zur Verfügung stehen.

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