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Nur zwei Stiftungsräte sind Frauen

Die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge kritisiert, dass sich der Freistaat nicht an seine eigenen Vorgaben hält.

Frauen sollten stärker in Kontrollorganen landeseigener Institutionen präsent sein, sagt die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge.
Frauen sollten stärker in Kontrollorganen landeseigener Institutionen präsent sein, sagt die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge. © Claudia Hübschmann

Meißen. Im Rahmen einer kleinen Anfrage hat die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge die Besetzung von Aufsichts- und Verwaltungsgremien, in denen der Freistaat Sachsen vertreten ist, hinsichtlich einer paritätischen Besetzung mit Frauen und Männern erfragt. Die Antwort aus dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen ist ernüchternd: Nur bei zwei von 35 Einträgen in der Liste sind die Gremien jeweils zu 50 Prozent besetzt, in acht ist gar keine Frau vertreten. Nur in zwei Stiftungsräten sind die Frauen in der Mehrzahl.

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Dazu erklärt Daniela Kuge: „Der Frauenanteil in Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen betrug 2020 in Deutschland 15 Prozent. Damit liegen wir weit hinter den Litauen, den skandinavischen Ländern und dem Durchschnitt aller EU-Länder mit 19 Prozent. Wenn wir von der Wirtschaft fordern, Frauen Führungspositionen zu übertragen, muss der Freistaat mit gutem Beispiel vorangehen. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass noch viel zu tun ist.“

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Sachsen erfüllt somit den im Sächsischen Frauenfördergesetz formulierten Anspruch nicht. Dieser fordert, dass bei landeseigenen, beziehungsweise durch den Freistaat kontrollierten Institutionen in der Aufsichtsebene, auf eine gleiche Beteiligung von Männern und Frauen zu achten ist. Daniela Kuge: „Wenn wir in Sachsen schon ein Gesetz zur Förderung von Frauen haben, dann sollten wir uns doch auch an die selbst auferlegten Regeln halten.“ (SZ)

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