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Meißen.Lokal

Warum ein Hase bunte Eier bringt

Ostern besteht aus vielen Traditionen. Aber was hat Ostern eigentlich mit einem Hasen zu tun? Warum malen wir Eier bunt an? Und warum suchen wir die dann noch?

Ostern ist voller schöner Bräuche für Jung und Alt - das Eiersuchen ist dabei wohl der am weitesten verbreitete.
Ostern ist voller schöner Bräuche für Jung und Alt - das Eiersuchen ist dabei wohl der am weitesten verbreitete. © Pixabay.com

Woher kommt das Wort "Ostern" überhaupt?

Ostern hat für die Christen eine große Bedeutung, denn es erinnert an die Auferstehung Jesus Christus. Das Wort "Ostern" kommt in diesem Zusammenhang von "Osten", da die Blicke der Frauen, die vor dem leeren Grab Christus' standen, nach Osten in Richtung Sonnenaufgang gerichtet waren. Sie dachten, er würde von dort aus auf die Erde zurückkommen.

Eine weitere Erklärung des Wortes "Ostern" kommt vom althochdeutschen Begriff "Ostara" (Osten), "Eostre" oder "Eoastrae", der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit.

Karfreitag als Trauertag

An Karfreitag wird der Kreuzigung Jesus Christus gedacht. An diesem Tag versammeln sich die Kirchgemeinden meist zu Gottesdiensten. Er gilt auch als Ruhetag. Zum Beispiel ist das Abhalten von Tanz- oder Sportveranstaltungen verboten. Auch Theater dürfen keine reinen Komödien spielen.

Katholische Christen verzichten an diesem Tag streng auf Fleisch und essen daher meist Fisch. Mit dem Symbol des Fisches wurde schon damals das Christentum in Verbindung gebracht, da sich viele Christen während ihrer Verfolgung damit zu erkennen gaben.

Beginn von Ostern

Der offizielle Beginn der Osterzeit ist dann erst die Osternacht von Samstag zu Ostersonntag. Denn am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesus' gefeiert, die Fastenzeit endet und die feierliche Osterzeit beginnt. Sie dauert sage und schreibe 50 Tage bis Pfingsten.

Ein Fest voller Traditionen

Warum stehen vor allem bunte Eier für das Osterfest?

Das Ei trägt in vielen Kulturen die Bedeutung eines Frühjahrs- und Fruchtbarkeitssymbols. Noch dazu gilt es als Lebenssymbol für die Auferstehung Jesus. Als rot bemaltes Ei sollte es an die Auferstehung und das vergossene Blut Jesus erinnern. Dieser Brauch entstand in Deutschland schon im 12. und 13. Jahrhundert.

Nach der vierzigtägigen Fastenzeit freuten sich viele Christen wieder auf das Verzehren von Fleisch und Eiern. Damit die Eier aber in dieser Zeit nicht schlecht wurden, wurden sie hart gekocht und zur Unterscheidung der anderen Eier eingefärbt. Die Eier der letzten Fastenwoche waren dabei besonders heilig und wurden oft verschenkt.

Ab dem 17. Jahrhundert wurden Eier auch in anderen Farben bemalt und mit Symbolen schön verziert. Die Tradition, Ostereier auszublasen und bemalt an Sträucher zu hängen, geht auf die Sorben zurück.

Wieso aber Eier verstecken?

Dazu gibt es unterschiedliche Theorien und keine eindeutige Erklärung. Angeblich ist dieser Brauch heidnischen Ursprungs und soll an die Frühlingsgöttin Ostara erinnern. Um sie zu ehren, verschenkten die Menschen Eier. Das gefiel der Kirche aber nicht, weshalb sie den Brauch verbot. Von da an wurden die Eier heimlich verschenkt - also quasi versteckt.

Eine andere Theorie besagt, dass Hennen im Frühjahr einfach legefreudig sind und es daher zu Ostern viele Eier gibt. Viele Bauern entrichteten im Mittelalter ihre Steuer daher in Form von Eiern.

Warum versteckt der Osterhase die Eier?

Am Morgen des Ostersonntags Kinder bunte Eier im Garten suchen zu lassen, ist ebenfalls eine sorbische Tradition. Je nach Region wurde den Kindern erzählt, dass die Eier vom Storch, dem Fuchs, dem Hahn, dem Kuckuck oder eben dem Hasen gebracht werden. Der Hase setzte sich letztendlich durch, da er zum einen als Symbol für Fruchtbarkeit und Geburt steht und zum anderen ein echter Frühlingsbote ist, da er bei den ersten Sonnenstrahlen draußen anzutreffen ist.

Waschen mit dem Osterwasser

Ein Volksbrauch besagt, dass das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang aus einem Bach oder Brunnen geschöpft werden und schweigend nach Hause getragen werden soll. Es soll ein Jahr lang Jugend und Schönheit bringen, Krankheiten heilen und Unglück fernhalten. Früher trieben die Menschen aus diesen Gründen sogar ihr Vieh am Ostermorgen in die Bäche. Damit das Wasser seine Wunderwirkung entfaltet, darf beim Tragen des Wassers nach Hause und beim Waschen nicht gesprochen werden.

Osterfeuer

Das Osterfeuer soll den Frühling willkommen heißen und eine gute Ernte vorhersagen. Im 8. Jahrhundert wurde dieser Brauch zuerst in Frankreich vollzogen und trug sich bis zu uns. Meistens findet es am Samstag zu Ostern statt. In vielen Kirchgemeinden wird eine Osterkerze im Feuer angezündet und anschließend in die Kirche getragen.

Meißen.Lokal wünscht allen Lesern ein entspanntes Osterfest und viel Spaß beim ein oder anderen Osterbrauch.

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