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Parkumbau nimmt letzte Hürde

Nach eineinhalb Jahren wurden jetzt Fördermittel für den Park Niederjahna genehmigt. Dem Umbau steht jetzt nichts mehr im Wege.

Die Teiche im Park Niederjahna sind entschlammt, jetzt kann auch der Brückenbau beginnen.
Die Teiche im Park Niederjahna sind entschlammt, jetzt kann auch der Brückenbau beginnen. © Archivfoto: Claudia Hübschmann

Käbschütztal. Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, aber sicher. Eineinhalb Jahre hat es gedauert, kurz vor Jahressende kam die erlösende Nachricht: Der Freistaat Sachsen fördert den Umbau des Parkes in Niederjahna mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 200.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Leader-Förderprogramm. "Der Bescheid ging am 29. Dezember ein. Das war für uns wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk", sagt Käbschütztals Bürgermeister Uwe Klingor (CDU).

Auch wegen der bisher fehlenden Fördermittelzusage hatte sich die Umgestaltung des ehemaligen historischen Schlossparkes, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde , verzögert. Normalerweise sollte der Mehrgenerationenpark schon im Sommer vergangenen Jahres fertig sein.

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Brückenbau kann beginnen

Ein Kernvorhaben ist die Sanierung der beiden Brücken, die durch Hochwasser geschädigt wurden. Sie sollen mit den Fördermitteln neu gebaut werden. Jetzt, da der Bescheid da ist, können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Im Februar oder März könnte der Brückenbau dann beginnen, hofft Frank Müller, der Leiter der Bauverwaltung in der Gemeinde Käbschütztal.

Initiator der Parkumgestaltung ist allerdings nicht die Gemeinde. Im Gegenteil. Weil sie kein Geld dafür hat, sprang der Park- und Heimatverein Niederjahna ein. Er beteiligte sich beim Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum". 74 Gemeinden hatte Projekte eingereicht, 15 davon wurden prämiert. Eines davon war das für den Park von Niederjahna. Der Verein bekam 150.000 Euro Preisgeld.

Holzskulpturen schon lange fertig

Dieses Geld reicht natürlich nicht. Schon das Entschlammen der beiden Teiche kostet mehr. Deshalb wurden Fördermittel beantragt, um das Geld aufzustocken. Die Teiche wurden bereits entschlammt, nun sollen Brücken und Wege gebaut, danach Bänke und die zehn lebensgroßen Holzskulpturen aufgestellt werden. Diese wurden von den Holzkünstlern Bianca Seidel, Andreas Rode und Thomas Hecht geschaffen. Alle drei leben und arbeiten in der Gemeinde. Dargestellt sind bekannte Einwohner der Gemeinde wie die Postfrau, die Frau mit den meisten Kindern, der Mann mit dem ungewöhnlichsten Beruf oder der Ortschronist.

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Frank Müller ist nun optimistisch, dass der Park bis zum Sommer fertig ist und im Juli eingeweiht werden kann. Die Zeit drängt jetzt nicht mehr so sehr. Normalerweise hätten die Fördermittel bis Ende vergangenen Jahres verbaut sein müssen. Doch zu diesem Zeitpunkt waren sie gerade mal genehmigt worden. Jetzt wurde die Frist verlängert, kann das Geld bis Ende 2023 ausgegeben werden. Das Preisgeld von 150.000 Euro muss bis Ende dieses Jahres eingesetzt werden.

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