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Barbara Lenk möchte in Meißen für AfD in Bundestag einziehen

Die Bibliothekarin konnte sich in Thiendorf gegen ambitionierte Mitbewerber durchsetzen.

Wer zieht im Land- und Wahlkreis Meißen direkt in den Bundestag ein? Für die AfD konnte sich Barbara Lenk nach mehreren Wahlgängen durchsetzen.
Wer zieht im Land- und Wahlkreis Meißen direkt in den Bundestag ein? Für die AfD konnte sich Barbara Lenk nach mehreren Wahlgängen durchsetzen. © Christoph Soeder/dpa

Meißen. Neben der Bundestagsabgeordneten Susann Rüthrich (SPD) und CDU-Bewerber Sebastian Fischer gibt es jetzt einen weiteren Kandidaten für den Bundestagswahlkreis Meißen. Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte zuvor erklärt, aus privaten Gründen nicht mehr antreten zu wollen. Die Wahl findet planmäßig nächstes Jahr im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst statt.

SZ-Informationen zufolge waren zur Wahl der Bibliothekarin Barbara Lenk am Samstagabend in einer Gastwirtschaft in Thiendorf bei Großenhain mehrere Wahlgänge nötig. Einige Aspiranten warfen den Hut in den Ring. Knapp 90 Besucher konnten entscheiden. „Mit Barbara Lenk haben wir eine Kandidatin, die in sich ruht und die Fähigkeiten besitzt, sich bei einem solchen Ausscheid gegen die Mitbewerber durchzusetzen“, sagt der Meißner AfD-Landtagsparlamentarier Thomas Kirste.

Die jetzige Bewerberin hatte vergangenes Jahr für Studentenproteste gesorgt. Die Nachricht verbreitete sich Ende Mai 2019 wie ein Lauffeuer an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK). Rund 550 Studierenden hatten erfahren, dass die Leiterin ihrer Bibliothek, Barbara Lenk, zwar parteilos, aber als Kandidatin der AfD bei den Kreistagswahlen in Meißen angetreten war. Geschafft hatte sie es nicht. Dennoch war diese Kandidatur die Inititalzündung für einen Protest.

„HfBK oder AfD. Beides geht nicht“, war auf jenen Plakaten zu lesen, welche die Studenten vergangenes Jahr am Gebäude an der Güntzstraße befestigten, bevor sie ihre Bibliothek besetzten. Die Vollversammlung der Studierenden mit 300 Anwesenden hatte für diesen Schritt gestimmt.

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Für den Meißner AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Kirste kommen diese Proteste einem Ritterschlag für die Kandidatin gleich. Mittlerweile sei Barbara Lenk für die Partei tätig. Er schätze sie als eine Politikerin, die unaufgeregt in der Mitte des politisch bürgerlichen Spektrums zu verorten sei. Das eröffne ihr nächstes Jahr gute Chancen.

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