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Das ist feige und bequem

SZ-Redakteur Jürgen Müller über die Ausladung eines Landratskandidaten

© dpa-Zentralbild

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Sachsen lud zu einem Forum mit den Meißner Landratskandidaten. Besser gesagt: mit zwei Landratskandidaten, nämlich Elke Siebert (Grüne) und Ralf Hänsel, der für die CDU antritt. Den Dritten im Bunde, Thomas Kirste von der AfD, lud er nicht ein.

Nun ist der DGB nicht wie etwa der öffentliche Rundfunk zu Neutralität, Parteiunabhängigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet. Er beruft sich zudem auf einen Grundsatzbeschluss, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten. Natürlich kann er solch eine Veranstaltung organisieren. Demokratisch ist das aber nicht. 

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Vor der Landratswahl hatte der DGB zu einer Podiumsdiskussion eingeladen – mit zwei der drei Kandidaten.

Demokratie lebt nun mal von unterschiedlichen Meinungen, von Streit und Diskurs. Nein, man muss die AfD nicht mögen. Aber es ist feige und bequem, sich nicht mit ihr auseinanderzusetzen. Gerade solche Foren böten ja die Gelegenheit, sie mit überzeugenden Gegenargumenten zu entzaubern. Das freilich ist anstrengend. Da geht man lieber den bequemen Weg.

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