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"Die nächsten zwei Jahre werden schwer"

Dem Haushalt des Kreises Meißen steht eine Bewährungsprobe bevor.

Noch sieht die Bilanz des Haushaltes für den Landkreis Meißen positiv aus. Doch Corona hat einige Löcher gerissen, die sich künftig bemerkbar machen dürften.
Noch sieht die Bilanz des Haushaltes für den Landkreis Meißen positiv aus. Doch Corona hat einige Löcher gerissen, die sich künftig bemerkbar machen dürften. © Daniel Reinhardt/dpa

Meißen. "Wir erwarten ein positives Ergebnis." Mit diesem Ausblick hat die Erste Beigeordnete des Landkreises Meißen, Janet Putz, ihre kurze Information zum Stand des Haushalts auf der jüngsten Kreistagssitzung in Riesa begonnen. 

Die schwarzen Zahlen seien vor allem ausstehenden Zuweisungen des Landes und Bundes zu verdanken. Dazu zählten Mittel des Freistaates zur Bewältigung der Corona-Krise, die ins nächste Haushaltsjahr mitgenommen werden könnten. Der Landkreis hoffe zudem, dass der Bund rückwirkend für die Erhöhung bei den Kosten der Unterkunft für Empfänger von Arbeitslosengeld II zahle. 

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Schnell dämpfte Putz jedoch die Erwartungen. "Die nächsten zwei Jahre werden schwer", so die Beigeordnete. Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, Reserven zu schaffen. So droht dem Kreis ein Loch im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. 

Aufgrund der geltenden Hygiene-Auflagen sind die Nutzerzahlen bei Bus und Bahn während des Lockdowns drastisch eingebrochen. Dies ging einher mit hohen Einnahmeverlusten. Noch ist unklar, wie dieses Minus ausgeglichen werden kann. In den vorangegangenen zehn Jahren konnte die Zuschüsse des Kreises für die Kreisverkehrsgesellschaft Meißen stabil gehalten werden. Ob dies weiterhin gelingt, ist unklar. 

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Die VGM ist dementsprechend auch das Sorgenkind unter den kreiseigenen Unternehmen. Bei dem Busbetrieb sei möglicherweise mit einem Minus zum Abschluss des aktuellen Geschäftsjahres zu rechnen, so Janet Putz. Die Meisop hingegen habe von der Corona-Krise teilweise profitieren können. Zu dem Unternehmen gehört ein Reinigungsdienst, der aufgrund des erhöhten Reinigungsaufwandes während der ersten Corona-Welle mehr als sonst zu tun hatte. Für die Zukunft allerdings könnten dem Betrieb auch höhere Kosten ins Haus stehen, unter anderem durch Vorkehrungen für eine Quarantäne-Station im Pflegebereich.

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