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Meißen

Ein starker Sieg der politischen Mitte

Kommentar: Ulf Mallek über die Meißner Landratswahl.

© Claudia Hübschmann

Die Würfel sind so gefallen, wie es die meisten politischen Beobachter im Landkreis Meißen erwartet haben: Hänsel vor Kirste vor Siebert. Dennoch ist das Ergebnis der Landratswahl vom 11. Oktober 2020 in dreierlei Hinsicht überraschend. 

Erstens wurde der neue Landrat gleich im ersten Wahlgang gewählt. Den Kandidaten und den Wählern bleiben noch einmal vier Wochen Wahlkampf und am 8. November ein erneuter Gang an die Wahlurnen erspart. Zwar hatte die CDU leise auf ein Ergebnis von über 50 Prozent gehofft, doch die Stärke des parteilosen Verwaltungsexperten Ralf Hänsel überrascht die CDU dann doch. Offensichtlich hat sie bei der umkämpften Wahl ihres Kandidaten alles richtig gemacht.

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Die Schwäche von Thomas Kirste passt zum deutschlandweiten Abwärtstrend der AfD. Doch ein solch dürftiges Ergebnis hatten wohl die wenigsten vom einst strahlenden Sieger über Daniela Kuge bei der Landtagswahl erwartet. Für die AfD ist das eine deutliche Niederlage in einer ihrer Hochburgen.

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Aber auch das linke Lager kam nicht besser weg, sondern noch schlechter. Obwohl sich vernünftigerweise alle drei linken Parteien Grüne, Linke und SPD hinter einer Kandidatin, die sich auch im Wahlkampf achtbar schlug, vereint haben, reichte es nur zu einem desaströsen Ergebnis. Fazit: Die Stärke des einen, ist die Schwäche der anderen. Oder: Ein überzeugender Sieg der politischen Mitte, der leiseren Töne über Gepolter und des Fachwissens über Parteiprogramme.

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