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Hoffnung für Schloss Siebeneichen

Der Meißner AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Kirste hat sich in Dresden nach der Zukunft der Lehrerfortbildung in Meißen erkundigt.

Ist der Wegzug der Lehrerfortbildung aus Meißen-Siebeneichen aufgehoben oder nur aufgeschoben?
Ist der Wegzug der Lehrerfortbildung aus Meißen-Siebeneichen aufgehoben oder nur aufgeschoben? © Claudia Hübschmann

Meißen. Die Zukunft der Lehrerfortbildung auf dem Meißner Schloss Siebeneichen bleibt weiter ungewiss. Dabei war der Umzug des Zentrums nach Kamenz vom sächsischen Kultusministerium ursprünglich bereits für das kommende Jahr geplant. Doch die Planung geriet – nicht zuletzt auch aufgrund des Protestes von Bürgerschaft und Oppositionsparteien – in den vergangenen zwei Jahren ins Stocken.

Auch bis Ende April dieses Jahres war „die Prüfung noch nicht abgeschlossen, sodass die Rahmenbedingungen für die künftige Unterbringung der Lehrerfortbildung gegenwärtig nicht abschließend beurteilt werden können“, wie Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Meißner Landtagsabgeordneten Thomas Kirste (AfD) mitteilt.

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Für den Bildungsstandort Meißen bleibt ein Hoffnungsschimmer – so beinhaltet der kürzlich von der Landesregierung vorgestellte Entwurf zum Doppelhaushalt 2021 und 22 erneut für beide Jahrgänge als Einzelpunkt das Fortbildungszentrum im Schloss. "Tatsächlich wurde dem Siebeneichener Fortbildungszentrum vom Kultusministerium sogar ein erhöhtes Budget zugestanden", sagt Kirste, der den Meißner Wahlkreis als kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag vertritt.

Bis 2022 solle das Budget um etwa 400.000 Euro auf 1,65 Millionen Euro aufgestockt werden, um beispielsweise die Sommer-, Herbst- und Winterakademien wieder zu ermöglichen. Dass das Siebeneichener Fortbildungszentrum im jüngsten Haushaltsentwurf mit aufgeführt wird, darf als gutes Zeichen gewertet werden. Der geplante Umzug nach Kamenz hätte nicht nur Arbeitsplätze direkt in Meißen gefährdet, sondern ebenso dem sächsischen Steuerzahler Kosten aufgebürdet.

Auf eine weitere Kleine Anfrage Kirstes bestätigte der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann im Juni mittlerweile ein noch für dieses Jahr geplantes Bauvorhaben am Schloss Siebeneichen in Höhe von 400.000 Euro. "Unser Ringen um den Erhalt der Lehrerfortbildung in Meißen ist damit noch längst nicht abgeschlossen", kommentiert Kirste den Planungsstand des Freistaats Sachsen. "Die Landesregierung hält sich mit ihren Zielen bis zum letzten Moment bedeckt, was der versprochenen transparenten Politik der schwarz-grün-roten Koalition wie zu erwarten einmal mehr widerspricht." Bedauerlich sei - so Kirste - das Schweigen der beiden Meißner CDU- und SPD-Landtagsabgeordneten Daniela Kuge und Frank Richter in dieser Frage, so Kirste.

Bildungsstandort Meißen gefährdet

Seit 2006 hat der Freistaat die Sanierung des im 16. Jahrhundert errichteten Herrenhauses in Siebeneichen mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert. Im vergangenen Jahr nahmen rund 15.000 Lehrkräfte an Fortbildungskursen im Schloss teil, was einer Steigerung von über 50 Prozent im Vergleich zu 2015 entspricht. Gemeinsam mit dem Landesgymnasium St. Afra, der Beratungsstelle zur Begabtenförderung sowie der Verwaltungshochschule Meißen bildet das Schloss den Grundstein des städtischen Rufs als Bildungsstandort.

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