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Eigenes Impfzentrum für Meißen?

Oberbürgermeister Raschke kritisiert die weiten Wege. Stadträte wünschen sich bessere Transportmöglichkeiten.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird in einem Corona-Impfzentrum gehalten. Eine solche Einrichtung würde sich auch Rathauschef Raschke für Meißen wünschen.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird in einem Corona-Impfzentrum gehalten. Eine solche Einrichtung würde sich auch Rathauschef Raschke für Meißen wünschen. © Symbolfoto: dpa

Meißen. Die Stadt Meißen arbeitet mit dem Katastrophenschutz und Gesundheitsamt des Kreises daran, eine Lösung zu suchen, um in der Elbschiene eine zusätzliche Impfstation einzurichten. Das teilte Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) am Montag mit. Er halte die Kreisstadt für einen geeigneten Standort.

Riesa und Radebeul seien gut abgedeckt, zumal die Radebeuler auch das Impfzentrum der Landeshauptstadt in der Messe nutzen könnten. Aus der Mitte des Landkreises sei der Weg jedoch länger und schwieriger zu organisieren. Ende dieser Woche solle das Problem in einer Runde mit dem zuständigen Ministerium angesprochen werden. Das Rathaus arbeitet nach Angaben von Raschke bereits vor, und sucht nach geeigneten Standorten. Als wichtige Voraussetzung müsse es allerdings ausreichend Impfdosen geben. Die Lösung könnte den Zeitraum überbrücken, bis die Hausarztpraxen in das Impfprozedere eingebunden seien.

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Eine Absage erteilte der Rathauschef hingegen dem Vorschlag, Busse zu stellen und zum Beispiel ältere und weniger mobile Bürger gesammelt nach Riesa zu fahren. Genau dieses Sammeln und Zusammenbringen von Menschen aus Risikogruppen in einem Fahrzeug sei angesichts der Pandemie der falsche Weg. Er sehe dies eher als Möglichkeit für kleinere Gemeinden.

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Stadträtin Ute Czeschka (Bürger für Meißen) kritisierte in der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses Anfang dieser Woche die Konzentration auf das Einrichten neuer Impfpunkte. Parallel dazu müsse die Stadt sich intensiver darum kümmern, die Bürger mit einem Anspruch auf die Impfung zu den Impfstellen zu bringen. Niemand dürfe dabei vergessen werden. Andere Städte seien ihrer Erfahrung nach hier deutlich aktiver als Meißen.

OB Raschke verwies in seiner Antwort darauf, dass im Rathaus zum Beispiel mit der Freiwilligenzentrale an entsprechenden Angeboten gearbeitet werde. Es gebe zudem verschiedene private Offerten.

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