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Meißen: Ums Wohngeld kümmert sich künftig das Landratsamt

Die Stadt baut die Verwaltung um. Für das Abwasser wird ein neuer Eigenbetrieb gegründet.

Meißen strukturiert seine Verwaltung um: Das Wohngeld wird künftig im Landratsamt bearbeitet. Um das Abwasser kümmert sich ein Eigenbetrieb.
Meißen strukturiert seine Verwaltung um: Das Wohngeld wird künftig im Landratsamt bearbeitet. Um das Abwasser kümmert sich ein Eigenbetrieb. © Eric Weser

Meißen. Auf dem Gebiet des Abwassers hat sich nach Angaben von Meißens Bürgermeister Markus Renner eine "ganze Liste an Aufgaben" angehäuft. In der Verwaltung werde schon länger diskutiert, wie mit diesem Stau umgegangen werden solle. Die Vorhaben sollten effizienter angegangen und bearbeitet werden. Es gehe darum, Investitionen schneller auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit den Meißener Stadtwerken habe man abgewogen, mit welcher Organisationsform sich diese Ziele am besten erreichen ließen.

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Ein Eigenbetrieb hat sich Renner zufolge als beste Lösung herausgestellt. Unter diesem Dach könnten sich Mitarbeiter ganz konzentriert den wichtigen Aufgaben widmen. Beim Personal erreiche diese Idee eine hohe Akzeptanz. Bezüglich Steuern und Fördermitteln ändere sich nichts. Auch der Stadtrat gebe keine Kompetenzen ab. Ohne Gegenrede haben die Abgeordneten dementsprechend das Projekt auf den Weg gebracht.

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Eine zweite Veränderung, welche Hunderte Einwohner betrifft, hat der Stadtrat auf dem Gebiet des Wohngeldes vorangebracht. In Sachsen sind Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern für diese Hilfe zuständig. Radebeul und Coswig arbeiten auf dem Gebiet bereits zusammen. Riesa und Meißen dagegen haben das Thema bislang in Kleinstbehörden innerhalb der Rathäuser geregelt. Aufgrund eines Renteneintrittes ist jetzt innerhalb der Meißner Verwaltung neu nachgedacht worden.

Meißen sei auf das Landratsamt zugegangen, so Bürgermeister Renner, und habe angefragt, ob die Aufgabe nicht dort erledigt werden könne. Für die Stadt habe diese Lösung den besonderen Charme, dass sich das Landratsamt in Meißen vor Ort befindet. Es fallen für die Betroffenen somit keine weiteren Wege an. Riesa wolle sich diesem Weg anschließen.

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Mit dem Landratsamt sei man zudem übereingekommen, dass das vorhandene Personal zu den bestehenden Konditionen wechseln könne. Sollte sich das Aufkommen bei Wohngeldanträgen nach oben bewegen, müsste nicht intern nachbesetzt werden. Auch wenn es abnehmen würde, bliebe die Stadt Meißen davon verschont, sich für die betreffenden Mitarbeiter um andere Aufgaben kümmern zu müssen. Finanziell gesehen, stelle das Landratsamt eine fallgenaue Pauschale in Rechnung. "Wir zahlen nur das, was anfällt", so Renner. Die neue Regelung soll ab 1. Januar 2022 greifen.

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