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Meißen

Platin-Büste Mandelas in der Manufaktur Meissen

Geschaffen hat sie der Londoner Künstler Tom Rucker. Zu sehen ist sie im Haus Meissen ab 3. Oktober.

Nelson Mandela aus Platin und Meissener Porzellan. Der Londoner Künstler Tom Rucker schuf diese neue Plastik, die am 3. Oktober im Haus Meissen zu sehen ist.
Nelson Mandela aus Platin und Meissener Porzellan. Der Londoner Künstler Tom Rucker schuf diese neue Plastik, die am 3. Oktober im Haus Meissen zu sehen ist. © Meissen Porzellan-Stiftung GmbH

Meißen. Eine Büste Nelson Mandelas aus Meissener Porzellan, Platin und Diamanten  ist ab 3. Oktober  im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung zu sehen. Das teilte die Stiftung am Montag mit. Geschaffen hat sie der Londoner Künstler und mehrfache Preisträger Tom Rucker.

Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident von Südafrika, steht für Freiheit und friedliches Miteinander. Tom Rucker war tief beeindruckt von der Lebensleistung Mandelas und schuf dessen Büste, die ihn auf dem Höhepunkt seines Lebens zeigt:  Als er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt wurde. 

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In der Plastik, so die Stiftung, verknüpfe Rucker Tradition und Hightech miteinander. Der Hinterkopf der Büste entstand aus Meissener Porzellan. Die Gesichtszüge Mandelas schweißte Rucker frei Hand in einem Zeitraum von acht Monaten unter einem Mikroskop aus 0,18 mm dünnen Platindrähten. Über 100.000 einzelne Drahtstücke kamen dabei zum Einsatz.

Rucker ist von Haus aus Goldschmied und arbeitet in erster Linie als freier Künstler. Zuletzt erhielt er den Jacques Cartier Memorial Award, die höchste Auszeichnung weltweit für außergewöhnliche handwerkliche und gestalterische Leistungen. Tom Rucker lebt in London und Ottobrunn bei München.


Der Hinterkopf ist aus Meissener Porzellan.
Der Hinterkopf ist aus Meissener Porzellan. © Meissen Porzellan-Stiftung GmbH

In einer Sonderpräsentation erfahren die Gäste in der Meissener Manufaktur mehr über die Hintergründe und über den aufwendigen Fertigungsprozess.

Die Meissen Porzellan-Stiftung GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet. Ihr Auftrag ist das Bewahren, Erforschen und Ausstellen des Kulturgutes Meissener Porzellan. Rund 33.000 Objekte umfasst die historische Sammlung. Davon werden etwa 2.000 in der Dauerausstellung und in wechselnden Sonderausstellungen im Meissen Porzellan-Museum gezeigt. Die Stiftung GmbH ist eine einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaft des Freistaates Sachsen. Jährlich besuchen etwa 180.000 Gäste das Museum im Haus Meissen. (SZ/um)

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