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Riesiger Impfstoff-Transporter soll aus Nossen kommen

Verpackungen für das Covid-19-Serum liefert Schaumaplast bereits. Jetzt hofft die Firma auf den Verkauf eines speziellen Behälters für den weltweiten Transport.

Kleine Boxen der Eigenmarke Thermacon von Schaumaplast werden für den Transport des Covid-19-Serums bereits verkauft.
Kleine Boxen der Eigenmarke Thermacon von Schaumaplast werden für den Transport des Covid-19-Serums bereits verkauft. © Schaumaplast

Nossen. Den neuen Impfstoff gegen Covid-19 von dem Mainzer Unternehmen Biontech zu transportieren, stellt Logistikunternehmen vor große Herausforderungen. Denn das Serum braucht eine Umgebungstemperatur von minus 70 Grad Celsius. Schaumaplast, seit Jahren Lieferant von Verpackungen auch für Pharmalogistiker, habe seit Sommer dieses Jahres an einer speziellen Verpackung gearbeitet, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz im badenwürttembergischen Reilingen mit. Auch in Nossen werden nun derartige Transportverpackungen hergestellt. „Bei der Auslieferung von Boxen für den Covid-19-Impfstoff stehen wir gerade am Anfang“, sagt Geschäftsführer Toni Küttner. „Unsere Kunden decken sich jetzt ein.“ Dabei handele es sich um Pharmalogistiker. „Mit Biontech direkt arbeiten wir nicht zusammen.“

Das „Flagschiff“ unter den Transportbehältern, wie es Schaumaplast selbst nennt, ist der sogenannte Pallet Transporter. Dieser Behälter könne eine komplett verpackte Europalette aufnehmen, und teils mehr als fünf Tage die Temperatur auf minus 70 Grad Celsius halten, ohne Stromzufuhr. Auf den Verkauf dieser großen Thermobox, geeignet für den Transport in entlegene Regionen weltweit, hofft nun das Unternehmen in Sachsen. „Wir hoffen, dass wir den Zuschlag bekommen“, sagt Küttner.

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Grundsätzlich liefere laut Küttner das sächsische Unternehmen schon längere Zeit Hunderttausende Verpackungsboxen für den Pharmabereich. Die Schaumaplast-Gruppe habe ein eigenes Entwicklungsteam für passive Kühlsysteme. So gibt es auch die Eigenmarke von Schaumaplast: Thermocon. Besonders hebt Küttner hervor, dass bei Schaumaplast die Entwicklung und Produktion stattfinde.

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Schaumaplast stellt für den Covid-19-Impfstoff geeignete Transport-Verpackungen unterschiedlicher Größen her. Diese reichen von einem Volumen von zwei bis 1.200 Liter. Als Materialien für die Behälter werden Styropor und teilweise Vakuumpaneele verwendet, erklärt Küttner. Bestückt werden diese mit Trockeneis.

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