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Radebeul

SachsenEnergie versorgt jetzt große Teile des Kreises mit Strom

Mit der Fusion von Enso und Drewag entsteht einer der größten Kommunalversorger. Zwei Milliarden Euro sollen investiert werden.

Von Peter Redlich
 2 Min.
Erneuerungen an Strommasten und -leitungen der Enso in der Nähe von Görlitz.
Erneuerungen an Strommasten und -leitungen der Enso in der Nähe von Görlitz. © André Schulze

Meißen/Dresden/Riesa/Großenhain. Es wurde schon lange darüber geredet und auch schon einiges beschlossen, aber jetzt ist es perfekt. Auf den letzten, entscheidenden Gremienversammlungen im Jahr 2020 haben die Drewag-Gesellschafter und Enso-Aktionäre mit einer Zustimmungsrate von 99,8 Prozent der Fusion von Drewag – Stadtwerke Dresden GmbH und Enso Energie Sachsen Ost AG zur SachsenEnergie AG zugestimmt. SachsenEnergie versorgt als viertgrößter Kommunalversorger Deutschlands ab dem 1. Januar 2021 die sächsische Landeshauptstadt und die vier ostsächsischen Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz mit allen leitungsgebundenen Medien, so Nora Weinhold von der Enso.

Frank Brinkmann, künftiger Vorstandsvorsitzender der SachsenEnergie AG: „Nun sind wir am Ziel. Mit SachsenEnergie heben wir ein Unternehmen mit hohem Regionalbezug aus der Taufe. 168 Kommunen und die sächsische Landeshauptstadt haben sich zusammengetan. Wir wollen neue Wege in Sachen Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit gehen und die Energiewende konstruktiv vorantreiben.“ Der neue Chef bedankte sich bei den Gesellschaftern und Aktionären für den großen Vertrauensvorschuss.

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Von diesem gemeinsamen Kraftakt profitieren nicht nur die 1,5 Millionen Einwohner im Versorgungsgebiet, sondern die gesamte Region, heißt es in der Mitteilung. In den kommenden zehn Jahren will SachsenEnergie über zwei Milliarden Euro in die Versorgungsinfrastruktur investieren. Dazu zählen Digitalisierung, technologischer Entwicklung oder die Ablöse von fossilen Brennstoffen.

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Ein paar Gemeinderatsmitglieder sind allerdings skeptisch, welche Vorteile das haben soll.

Das in der Region verwurzelte Unternehmen fördert Kultur, Sport und soziales Engagement vor Ort und schafft langfristige, sichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze, heißt es. SachsenEnergie hat 3.300 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro und eine Bilanzsumme von 2,5 Milliarden Euro. Wichtiger Unternehmensgrundsatz sei die Gleichbehandlung von Stadt und Land bei allen Versorgungsstandards, wie Glasfaserausbau und GigaBit-Versorgung. Im Zuge der Fusion der Muttergesellschaften findet auch die Transposition der beiden Netzgesellschaften Enso Netz und Drewag Netz statt. Heißt: Aus der bislang gebietsbezogenen Abgrenzung von Gas- und Stromnetz gehen zukünftig zwei nach Gasdruckstufen- bzw. Spannungsebenen getrennte Netzgesellschaften hervor. Die beiden Marken Drewag und Enso bleiben als Produktmarken erhalten.

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