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Meißen

Sonderschau endlich zu sehen

Am 1. Juni öffnet das Stadtmuseum am Heinrichsplatz wieder seine Pforten.

Einblicke in die Geschichte des Bergbaus in der Meißner Region gibt die Sonderschau im Stadtmuseum.
Einblicke in die Geschichte des Bergbaus in der Meißner Region gibt die Sonderschau im Stadtmuseum. © Stadt Meißen

Meißen. Ob Silber, Kaolin oder Granit – die rege Förderung dieser Rohstoffe in Meißen und der unmittelbaren Region gehört zu den bislang weniger bekannten Kapiteln der regionalen Geschichte. Dabei haben Bergbau und Gesteinsabbau bis heute sichtbare Spuren im Stadtbild und der umliegenden Landschaft hinterlassen. Eine ganze Reihe an Namen von Ortsteilen, Straßen und Wegen erinnern daran – ob Schachtberg, Steigerstraße oder Tonberg.

Einblicke in die lange Geschichte des Bergbaus im Meißner Land vermittelt eine Sonderausstellung im Stadtmuseum. Sie hätte am 28. November 2020 eröffnet werden sollen. Der zweite Lockdown verhinderte das.

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Dank fallender Infektionszahlen kann das Stadtmuseum in der ehemaligen Franziskanerklosterkirche am Heinrichsplatz nun wieder neugierige Besucher begrüßen. Geöffnet ist ab 1. Juni dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, wie Stadt-Sprecherin Katharina Reso informiert.

Anhand einmaliger Exponate können Besucher in der Sonderschau die geologischen Voraussetzungen, die Vorkommen der Rohstoffe und ihre Anwendungsmöglichkeiten kennenlernen. Modelle und Werkzeuge gewähren Einblicke in den Arbeitsalltag der Bergleute. Wie bergmännische Motive schließlich auch Eingang in die Kunst gefunden haben, davon erzählen Porzellane, Holzskulpturen, gedrechselte Figuren und Gemälde.

Geschichte in Geschichten

Die ständige Ausstellung im früheren Franziskanerkloster präsentiert Geschichten rund um die Geschichte der ältesten sächsischen Stadt und ihrer Region. Authentische historische Modelle machen diese Geschichte lebendig. Beeindruckende Großexponate im Erdgeschoss holen etwa die Welt des Weinbaus oder der Elbschifffahrt in den Ausstellungsraum.

Typische Meißner Porzellan- und Keramikerzeugnisse, Gemälde, Skulpturen und Objekte aus der Geschichte des Handwerks und der Industrie zeigen die Facetten der Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Industrialisierung.

Das Museumsgebäude selbst, mit seinem sakral anmutenden Deckengewölbe und seinem beeindruckenden Kreuzgang, erzählt von den prägenden Jahren vor und nach der Reformation in Meißen.

Stadt-Sprecherin Reso macht darauf aufmerksam, dass für das Stadtmuseum im Rahmen der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung weiterhin besondere Besuchs- und Hygienevorschriften gelten. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 03521 45 88 57 ist ebenso erforderlich wie ein tagesaktueller amtlicher Corona-Schnelltest. Vollständig Geimpfte und kürzlich Genesene sind hiervon ausgenommen. Auch die Kontaktnachverfolgung ist weiterhin verpflichtend ebenso wie die Einhaltung der bekannten Hygieneregeln.

Vermittlungsangebote und Veranstaltungen können vorerst noch nicht stattfinden. Empfohlen wird, Schnelltestmöglichkeiten in der Meißner Altstadt zu nutzen. Eine Übersicht aller Testzentren gibt es hier. (SZ)

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