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Sparkasse schließt Standort im Triebischtal

Der unmittelbar neben dem Einkaufszentrum stationierte Geldautomat soll verschwinden – ohne Ersatz. Das sorgt für Unmut.

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Eine Information kündigt die bevorstehende Schließung des Sparkassen-Standortes an.
Eine Information kündigt die bevorstehende Schließung des Sparkassen-Standortes an. © Andreas Graff

Meißen. Eine Information weist lapidar darauf hin: Der unmittelbar neben dem Einkaufszentrum im Triebischtal gelegene Standort der Sparkasse wird geschlossen. Zum 15. März zieht sich die Sparkasse Meißen aus diesen Räumlichkeiten in der Schützestraße 8 zurück. Begründet wird dies mit der Erweiterung einer Ergotherapie-Praxis.

Auch wenn diese SB-Stelle der Sparkasse nur noch einen Geldautomaten beherbergt – im Meißner Triebischtal wird die Ankündigung der Sparkasse mit Unverständnis und Empörung aufgenommen, berichtet Stadt- und Kreisrat Andreas Graff. Im Einkaufszentrum ist er immer wieder auf den angekündigten Rückzug der Sparkasse angesprochen worden. „Es herrscht Unverständnis, dass ohne die Einbeziehung der Kunden schon Entscheidungen bis zur neuen Belegung getroffen wurden“, schreibt Andreas Graff in einem Brief an Landrat Ralf Hänsel und Oberbürgermeister Olaf Raschke. Aus der Ankündigung gehe überhaupt nicht hervor, ob und welche Alternativen es gegeben hätte, bemängelt der Lokalpolitiker der Linkspartei. Der Hinweis auf den „nur“ 900 Meter entfernten Sparkassen-Standort in der Neugasse könne angesichts der vielen älteren Menschen, die im Triebischtal leben, nur als zynisch aufgefasst werden.

Andreas Graff erinnert in seinem Schreiben daran, dass hier schon einmal die Schließung vor über zehn Jahren vorgesehen war. „Jedoch konnte diese Schließung durch Gespräche mit Stadträten und dem Leiter der Kreissparkasse verhindert werden“, schreibt Stadt- und Kreisrat Andreas Graff.

Im Namen vieler Einwohner bittet er dringend darum, die vorgesehene Schließung zurückzunehmen, „da sich die Triebischtaler und besonders die vielen älteren Bürgerinnen und Bürger sehr benachteiligt sehen und der Weg zur nächsten Sparkasse sehr weit ist. Außerdem betrifft es auch viele Bürger, die aus anderen Stadtteilen sowie aus dem Umland zum Einkaufen ins Kaufland kommen und den Geldautomaten der Sparkasse nutzen“. (SZ/da)