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Elbehexen an der Ostsee ohne Punkte

Die Handballerinnen der SG Meißen/Riesa unterliegen in Rostock mit 23:31 und müssen sich steigern. Der Teammanager findet deutliche Worte.

Die Elbehexen haben an der Ostsee klar mit 23:31 verloren. Weiter geht es für sie am 10. Oktober mit dem Heimspiel gegen Schwerin.
Die Elbehexen haben an der Ostsee klar mit 23:31 verloren. Weiter geht es für sie am 10. Oktober mit dem Heimspiel gegen Schwerin. © Enrico Schneider

Rostock. In der 3. Handball-Liga der Frauen stand in der Gruppe B der vierte Spieltag an. Aufsteiger SG Meißen/Riesa gastierte in der Rostocker Fiete-Reder-Sporthalle und kassierte gegen die Dolphins beim 23:31 (10:17) die dritte Saison-Niederlage. Vor allem in der ersten Halbzeit enttäuschten die Elbehexen auf ganzer Linie.Am Spieltag waren alle Frühaufsteher im Vorteil. Bereits um 9 Uhr setzte sich der Mannschaftsbus in der Domstadt in Bewegung.

Trotz der langen Anreise schienen die Mädels von Cheftrainer Mike Eichhorn vor dem Abendspiel motiviert und fokussiert. „Die Stimmung ist gut, wir freuen uns alle auf diese neue Herausforderung“, gab sich Linda Pilot optimistisch. „Wir müssen versuchen, befreit aufzuspielen und weniger Fehler als zuletzt zu produzieren.“ Es blieb leider bei der verbalen Absichtserklärung, denn die Rostockerinnen zeigten den Elbehexen, die auf ihre erkrankte Kapitänin Josephine Hessel verzichten mussten, schnell die Grenzen auf.

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Nach einem 4:0-Lauf und dem 9:3 der Dolphins zog Elbehexen-Trainer Mike Eichhorn die Grüne Karte. Sein erstes Time-Out brachte keine Wende. Rostock zog auf ein 12:4 davon. Zwar konnte die SG Meißen/Riesa anschließend etwas verkürzen, aber zur Pause war klar, wer die Punkte auf dem Konto verbuchen würde.

„Die Ostsee-Städterinnen ließen sich den Hering aufgrund der souveränen ersten Hälfte nicht mehr vom Brötchen ziehen“, versuchte Pressesprecher Enrico Schneider etwas Lockerheit in die Analysen zu bringen, nachdem Teammanager Paul Rinkewitz deutliche Worte gefunden hatte: „Wir haben weit unter unseren Möglichkeiten gespielt. Mit so vielen technischen Fehlern und mangelhaften Torabschlüssen kann man keine Punkte in der dritten Liga holen. Auch wenn in dieser Liga vieles für uns Neuland ist, müssen wir uns anders präsentieren.“

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Immerhin gab es in der zweiten Halbzeit ein paar kleinere Lichtblicke aus Sicht der Elbehexen. Die SG versuchte zwar vergeblich, den Abstand zu verringern, aber das 13:14 war ein achtbares Teilergebnis. Schlussendlich erreichten nur Lena Thomas (acht Treffer) und Athina Vasileadou (5) Normalform, „zu wenig, um die Hanse-Kogge in Verlegenheit zu bringen“, so Schneider vor der Rückfahrt, die gefühlt viel länger als die Anreise war.

Das nächste Punktspiel für die Elbehexen steht am 10. Oktober in eigener Halle gegen Grün-Weiß Schwerin an. Der Anwurf erfolgt um 15 Uhr. „Wir alle müssen noch eine große Schippe draufpacken“, fordert Rinkewitz. (js/es)

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