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Stadt bringt Förderantrag für Sanitärgebäude auf den Weg

Das Crasso’sche Weinberghaus soll einen Ergänzungsbau erhalten. Für dieses Vorhaben wird ein Zuschuss gebraucht.

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Im Weinberghaus auf dem Croassoberg entstehen Unterrichtsräume für die Freie Werkschule. Ein Sanitärtrakt soll in einem Ergänzungsbau entstehen.
Im Weinberghaus auf dem Croassoberg entstehen Unterrichtsräume für die Freie Werkschule. Ein Sanitärtrakt soll in einem Ergänzungsbau entstehen. ©  Claudia Hübschmann

Meißen. Seit fünf Jahren bemüht sich die Freie Werkschule um die Wiederherrichtung des Weinberghauses auf dem Crassoberg. In dem 1588 erstmals erwähnten und unter Denkmalschutz stehenden Renaissancebau sollen weitere Unterrichtsräume für die Freie Werkschule geschaffen werden. Bislang haben die Schule und der Trägerverein 200.000 Euro an Eigenmitteln für dieses Vorhaben aufgebracht, wie am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss informiert wurde.

Um das Gebäude wie vorgesehen ab 2023 nutzen zu können, soll es mit einem Sanitärtrakt versehen werden. Da das historische Gebäude über einen solchen nicht verfügt und die Räumlichkeiten den Einbau eines solchen nicht zulassen, soll ein Ergänzungsbau errichtet werden. Auf einer Fläche von 29 Quadratmetern sollen getrennte Toiletten für Jungen und Mädchen, ein barrierefreies WC sowie ein Raum für Putzmittel und Haustechnik eingerichtet werden. Für den Bau beantragt die Stadt, Finanzhilfen in Höhe von 100.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“, über das eine Förderung von bis zu drei Vierteln der Investition möglich ist.

In der Debatte mahnte Stadtrat Dr. Helge Landmann (Bürger für Meißen/SPD) an, Entwurfsplanungen für das Bauvorhaben vorzulegen. Private Bauherren müssten bei vergleichbaren Entscheidungen Einblick in alle Unterlagen gewähren, argumentierte er und forderte gleiches Recht für alle.

Detaillierte Entwurfsplanungen gebe es noch nicht, denn daran würde erst gearbeitet, wenn über die Förderung entschieden und die Finanzierung gesichert ist, entgegnete Bürgermeister Markus Renner. Jetzt gehe es vor allem darum, die Fristen beim Stellen der Förderanträge einzuhalten.

Fraktionschef Heiko Schulze fand für seinen Antrag, die Entscheidung zu vertagen, im Ausschuss keine Mehrheit. Letztlich folgen fünf der sieben anwesenden Stadträte dem Ansinnen der Bauverwaltung und stimmten dem Beschluss zu und brachten den Förderantrag für den Ergänzungsbau auf den Weg. Die Stadträte Helge Landmann und Heiko Schulze enthielten sich. (SZ/da)