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Diskussion um Ausweichquartier

Alle Questenberg-Schüler sollen weiter Gäste in der Arita-Grundschule bleiben. Dafür werden Container gebraucht.

Klassenzimmer in Containern wie hier auf dem Gelände des städtischen Gymnasiums Franziskaneum sollen für einen Teil der Grundschüler der Questenbergschule errichtet werden – unmittelbar neben der Arita-Grundschule.
Klassenzimmer in Containern wie hier auf dem Gelände des städtischen Gymnasiums Franziskaneum sollen für einen Teil der Grundschüler der Questenbergschule errichtet werden – unmittelbar neben der Arita-Grundschule. © Claudia Hübschmann

Meißen. In Containern unmittelbar neben der neuen Arita-Grundschule sollen die Schüler der Questenbergschule im ersten Halbjahr des nächsten Schuljahres lernen. Über diese Interimslösung werden die Stadträte am nächsten Mittwoch endgültig entscheiden. Sie ist jetzt in den nichtöffentlichen Teilen der Sitzungen in allen drei Ausschüssen des Stadtrates favorisiert worden.

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Der im Ratsinformationssystem der Stadt bereits veröffentlichte Beschlussentwurf sieht vor, eine Container-Anlage am Leitmeritzer Bogen aufzustellen. Dazu sollen zwei Flurstücke genutzt werden, die direkt an das Gelände der neuen Arita-Grundschule angrenzen. Damit werden zwei andere Varianten verworfen, die ebenfalls zur Debatte gestanden hatten. So sollten die Klassen einer Jahrgangsstufe in bereits fertigen Räumlichkeiten der Questenbergschule unterrichtet werden. Die vorhandene Containeranlage auf dem Gelände des Franziskaneums für eine Jahrgangsstufe der Questenbergschule zu nutzen, war ebenfalls im Gespräch.

Dass alle Schüler und Lehrer der Questenberg-Schule zusammenbleiben, gab den Ausschlag für die Container-Variante auf einem an die Arita-Grundschule angrenzenden Gelände. „Auch die Abwägung von Vor- und Nachteilen der einzelnen Varianten durch Nutzer (Schulleitung, Hort) und Familienamt kommt zu diesem Ergebnis, welches ebenso der mehrheitlichen Interessenlage der Elternschaft entgegenkommt“, heißt es im Beschlussentwurf.

Schüler und Lehrer bleiben zusammen

Stimmen die Stadträte dem zu – wovon angesichts der positiven Voten in allen Ausschüssen auszugehen ist – „wird die Arita-Grundschule als momentaner Auslagerungsstandort der Questenberg-Grundschule temporär erweitert“, so der Beschlusstext. Somit können alle Gastschüler auch die Kapazitäten der Außen- und Sportanlagen sowie die Hortbetreuung an der Arita-Grundschule nutzen.

Eigentlich sollten die Gastschüler mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 wieder in ihrer Schule auf dem Questenberg lernen. Die Arbeiten zur umfassende Sanierung des Schulkomplexes samt Anbau und Neubau einer Turnhalle hatten sich im vorigen Jahr allerdings verzögert. Bedingt durch die Cornona-Pandemie fielen Arbeitskräfte bei den beteiligten Baufirmen aus. Aber auch Lieferschwierigkeiten trugen dazu bei, dass Zeitpläne ins Rutschen gerieten und Verzögerungen auch durch Bauarbeiten an Wochenenden nicht mehr ausgeglichen werden konnten.

Am Ende des vorigen Jahres stand fest, dass die Bauarbeiten auf dem Questenberg wohl erst zum Ende 2021 beendet werden können, so dass die sanierte und erweiterte Grundschule erst mit dem zweiten Schulhalbjahr 2021/2022 genutzt werden kann.

Das macht eine neue Interimslösung für die Questenberg-Schüler, die seit 2019 ein Ausweichquartier in der neuen 4. Grundschule am Arita-Ring gefunden hatten, erforderlich. Dort wird es aber eng, weil hier im September eine weitere erste Klasse eröffnet wird und demzufolge Räumlichkeiten für die eigenen Schüler gebraucht werden. Schließlich war die neue Schule, die nach der japanischen Partnerstadt Meißens Arita benannt wurde, gebaut worden, um der wachsenden Zahl von Kindern in Meißen die Möglichkeit zum Besuch einer Grundschule innerhalb der Stadt zu bieten.

Kosten von 370.000 Euro

Die Container sollen den Raumbedarf von drei bis vier Klassenzimmern decken. Das städtische Bauamt rechnet mit Kosten von 370.000 Euro für Anlieferung, Aufbau und Einrichtung der Containereinheiten. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei davon auszugehen, dass die Kosten für das Interim „innerhalb des Budgets sichergestellt werden können, welches zur Finanzierung des Schulbauprojektes am Questenberg zur Verfügung steht“, heißt es im Beschluss, über den die Stadträte am nächsten Mittwoch entscheiden. Wie berichtet, investiert die Stadt in die Sanierung und Erweiterung der Grundschule auf dem Questenberg insgesamt 15,5 Millionen Euro.

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Die öffentliche Sitzung des Stadtrates findet am Mittwoch, 3. Februar, ab 17 Uhr im Großen Ratssitzungssal des historischen Rathauses am Markt 1 statt. Sie kann über den Livestream im Internet-Auftritt der Stadt Meißen verfolgt werden.

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