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Teures Pflaster

Der Domplatz soll besser begehbar werden. Noch ist einiges zu klären, ehe die Bauarbeiten beginnen können.

Die Zeit des Stolperpflasters auf dem Domplatz soll bald vorbei sein. Die Stadträte stellen in der nächsten Wochen Weichen, damit die Bauarbeiten beginnen können.
Die Zeit des Stolperpflasters auf dem Domplatz soll bald vorbei sein. Die Stadträte stellen in der nächsten Wochen Weichen, damit die Bauarbeiten beginnen können. © Claudia Hübschmann

Meißen. Das Pflaster auf dem Burgberg soll kein Hinderungsgrund mehr sein, hierherzukommen. Dieser nicht nur von Senioren- und Behindertenvertretern erhobenen Forderung will die Stadt endlich gerecht werden. Die seit Jahren gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen vorbereiteten Baumaßnahmen zur barrierefreien touristischen Erschließung des Burgberges sind in der nächsten Woche wieder Thema im Stadtrat.

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Die Stadträte entscheiden jetzt erneut über die Finanzierung der anstehenden Bauarbeiten. Das wurde notwendig, weil der Kostenrahmen von rund 145.000 Euro, auf dessen Grundlage die Stadt eine Zusage über die 90-prozentige Förderung vom Freistaat erhielt, nicht ausreicht. So lag nach der Ausschreibung der Bauarbeiten nur ein Angebot mit Gesamtkosten von 277.000 Euro vor. „Hintergrund der Erhöhung sind insbesondere die gestiegenen Kosten für den Plattenbelag aus Sandstein, welcher von der unteren Denkmalschutzbehörde in dieser Form gefordert wird“, heißt es im Beschlussentwurf zur Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch.

Eine höhere Zuwendung aus dem Förderprogramm GRW-Infra hat die Bauverwaltung unterdessen bei der Landesdirektion Sachsen gestellt. Dabei wird von Gesamtkosten in Höhe von 300.000 Euro ausgegangen. Damit die Bauarbeiten, die in diesem Frühjahr schon beginnen sollten, endlich starten können, will die Stadt in Vorleistung gehen: Der Beschlussentwurf an den Stadtrat sieht vor, die Mehrkosten zunächst aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung zu stellen. Dazu werden Umschichtungen vorgeschlagen.

Wie berichtet, soll das vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) betreute Bauprojekt innerhalb von vier Monaten abschnittweise umgesetzt werden. So werde die Zufahrt auf den Domplatz – unter anderem für Rettungskräfte – gewährleistet.

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