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Tierpark Meißen öffnet am Freitag

Nach monatelanger Zwangspause lädt das Gelände an der Siebeneichener Straße wieder zum Besuch ein.

Kängurudame Gertrud, die Heiko Drechsler gern präsentiert, kann ab Freitag wieder im Tierpark Meißen bewundert werden.
Kängurudame Gertrud, die Heiko Drechsler gern präsentiert, kann ab Freitag wieder im Tierpark Meißen bewundert werden. © privat

Meißen. Ein kleines weißes Kängurubaby sowie zwei Lämmer bei den Quessants, der kleinsten Schafrasse der Welt, gehören zu den jüngsten Bewohnern des Tierparks Meißen. Ab diesem Freitag können sie wieder besucht werden. Kängurudame Gertrud, afrikanische Bergziegen und viele heimische Tierarten können in der Anlage an der Siebeneichener Straße in Augenschein genommen werden.

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„Um 10 Uhr wird eröffnet“, kündigt Heiko Drechsler an, der den Tierpark privat betreibt. Die behördlichen Bestimmungen zum Infektionsschutz sind einzuhalten. Dazu gehören auch die Eintragung in ein Kontaktbuch am Eingang sowie die Vorlage eines aktuellen negativen Testergebnisses.

Heiko Drechsler freut sich, dass er seinen Tierpark nach langer pandemiebedingter Zwangspause wieder öffnen kann. Da er infolge der behördlich angeordneten Schließung über Monate keine Einnahmen hatte, Betriebskosten wie für Energie und Tierfutter aber weiter zu bezahlen waren, hat er private Ersparnisse für seinen Tierpark verwendet. Gefreut hat er sich auch über Spenden von Freunden des Meißner Tierparks, die sich in mehreren Vereinen zusammengeschlossen hatten. So hatten Freunde-Vereine in Dresden 25.000 Euro, in Großenhain 5.000 Euro, in Riesa über 3.000 Euro und in Weinböhla über 2.000 Euro in den vergangenen zwei Jahren für den Tierpark Meißen gespendet.

Die letzte Saison

Wenn Heiko Drechsler am Freitag um 10 Uhr die Pforten seines Tierpark-Geländes öffnet, dann ist das sein letzter Saisonstart. Wie er berichtet, wird er den Tierpark aufgeben. Einen Vertrag zur vorzeitigen Aufhebung des Pachtverhältnisses mit der Stadt habe er unterzeichnet.

Welche Zukunft der Tierpark Meißen hat, hatte eine vom Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe im vorigen Jahr untersucht. In ihrem Abschlussbericht hatte sie vorgeschlagen, ein neues Modell zum Betrieb sowie einen neuen Betreiber für den Tierpark zu finden. Voraussetzung dafür ist allerdings die Auflösung des bestehenden Pachtverhältnisses mit dem derzeitigen Tierparkbetreiber.

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Wie Bürgermeister Markus Renner auf Nachfrage erklärt, finden derzeit Gespräche mit Interessenten statt, die sich nach einem entsprechenden Aufruf im vorigen Herbst bei der Stadtverwaltung gemeldet haben. Dem künftigen Betreiber des Tierparks war ein jährlicher Zuschuss von 100.000 Euro aus dem städtischen Haushalt in Aussicht gestellt worden. (SZ/da)

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