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Neuer Schulhof für die Triebischtalschule

Schon nach den Herbstferien gibt es neue Tischtennisplatten, Fahrradständer und neue Bänke. Dann können die Schüler endlich aufgeteilt werden.

Die Herbstferien werden genutzt, um die Bauarbeiten weitgehend abzuschließen.
Die Herbstferien werden genutzt, um die Bauarbeiten weitgehend abzuschließen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der neue Pausenhof kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. An der Oberschule im Triebischtal ist es schon ohne Abstandsgebote eng genug gewesen. So eng, dass die Schulleitung bestimmt auf das überwucherte Areal auf der Südseite des Schulgebäudes ausgewichen wäre. "Doch während der Bauarbeiten war das Gelände total tabu", erklärt die stellvertretende Schulleiterin Andrea Lommatzsch. Nicht einmal der Haupteingang konnte genutzt werden.

Seit dem Baubeginn Mitte Juli war die Schule nur noch über den Innenhof zu erreichen. Nach den Herbstferien, also Anfang November, kann wieder der gewohnte Eingang genutzt werden. Die Ferien sollen genutzt werden, um die Anlage weitgehend fertigzustellen. Drei Wochen später gibt es dann die feierliche Eröffnung mit Eltern und Schülern. Manche Plätze müssten nämlich nach Abschluss der Bauarbeiten noch ein paar Tage ruhen.

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Durch das neue Pausenareal haben die Schüler nicht nur mehr Platz, sondern auch jede Menge neue Freizeitmöglichkeiten: Statt Bodenschäden gibt es nun ein gepflastertes Himmel und Hölle-Feld, Tischtennisplatten und eine in den Boden eingelassene Slackline lädt zum Balancieren ein. Rechts vom Schulgebäude können die Kinder an einer großen Maltafel kreativ werden.

Schüler werden aufgeteilt

In erster Line stehen die neuen Spielgeräte den 5. und 6. Klässlern zur Verfügung: Denn ab November werden die Schüler in den Pausen aufgeteilt. Die Jüngeren können sich dann auf dem neuen Pausenhof austoben. Während die älteren Schüler auf ihrem alten Pausenhof unter sich wären. Das war von Anfang so geplant worden - ganz unabhängig von Corona, erklärt Lommatzsch.

Oberbürgermeister Olaf Raschke ist besonders froh, dass der alte Baumbestand der Oberschule trotz der Neugestaltung erhalten wurde. "Auch wenn sie viel Laub machen, sind wir heute über jeden Schatten- und Frischluftspender froh", erklärt Raschke. Die Linden, Kastanien und Ahornbäume - die teilweise älter als 25 Jahre sind - wurden ins neue Pausenhofkonzept integriert: Im Schatten der Bäume entstehen viele neue Rundbänke. Auch am Pflaster vor dem Eingangsbereich hat sich nichts verändert und wurde aus Denkmalschutzgründen eins zu eins nachgebaut.

Die neuen Bänke unter den Bäumen dienen nicht nur der Entspannung, sondern sollen auch die Ganztagsschule bereichern - genauso wie der neue Wintergarten hinter der Schule. Das sogenannte 'Grüne Klassenzimmer' soll als Spielzimmer für die Ganztagesbetreuung hergerichtet werden.

Die Sanierung wurde mit 357.000 Euro gefördert, die Gesamtkosten schlagen allerdings mit 491.000 Euro zu Buche. "Wenn wir sowieso schon bauen, war es uns wichtig, die Einfriedung mit zu erneuern", erklärt der Oberbürgermeister die Differenz. Außerdem wurde die Begrenzungen an der Süd- und Ostseite der Schule komplett erneuert, der stark sanierungsbedürftige Sandstein durch einen Ortbetonsockel ersetzt und ein neuer Metallzaun montiert. Im Bereich der westlichen Zufahrt finden die Schüler künftig überdachte Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder. Auch das zweiflüglige Tor zum nördlichen Schulhof und die Mauer an der Ostseite des Grundstücks können sich nach der Sanierung wieder sehen lassen - auch das ausgeblichene Schulschild soll ausgetauscht werden.

Neuer Beach-Sportplatz

Das ist noch nicht alles: Aus der angrenzenden Ruine an der Karl-Niesner-Straße ist das Fundament für einen ganz besonderen Sportplatz gelegt. Statt wie üblich, bekommt der Platz nämlich keinen Kunststoffboden, sondern wird mit Sand aufgefüllt. Auch hier sollen die Bauarbeiten bereits Ende November abgeschlossen sein und Platz für eine Partie Beach-Volleyball bieten - wenn die passenden Tore aufs Gelände geschoben werden, kann auch Beach-Fußball gespielt werden.

Auch wenn die Triebischtalschule über einen direkten Zugang angeschlossen wird, soll der Platz auch von Vereinen genutzt werden können. Noch ist nicht endgültig geklärt, ob auch für Anwohner eine unangemeldete Runde Beach-Volleyball möglich ist. Doch nicht nur Kinder könnte der neue Sand-Sportplatz anziehen: "Wir haben bereits mit einem engmaschigen Zaun geplant", berichtet Schulplaner Jürgen Voigt. "Letztendlich würden Katzen aber überall durchkommen."

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