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PLUS Meißen

Warten auf den Hotspot

Das Gratis-WLAN der Stadt funktioniert derzeit nicht. An einer besseren Lösung wird gearbeitet – aber es gibt noch einige Unwägbarkeiten zu beseitigen.

Das WiFi ("Wireless Fidelity") ist eine der gebräuchlichsten WLAN-Technologien, die derzeit verwendet werden. Es wird auch genutzt, um Zugangspunkte zur kostenlosen Internet-Nutzung zu schaffen.
Das WiFi ("Wireless Fidelity") ist eine der gebräuchlichsten WLAN-Technologien, die derzeit verwendet werden. Es wird auch genutzt, um Zugangspunkte zur kostenlosen Internet-Nutzung zu schaffen. © dpa

Meißen. Wo ist das WLAN? Diese Frage warf Marianne Horns auf. Die sachkundige Einwohnerin, die der CDU/FB/FDP/U.L.M.-Großfraktion im Sozial- und Kulturausschuss beratend zur Seite steht, berichtete, dass sich Besucher der Stadt aber auch Einheimische an sie gewandt hatten. Vor sieben Jahren hatte die Stadt stolz ihr Projekt „Gratis-WLAN“ am Markt präsentiert. Das Wireless Local Area Network, wie sich WLAN abkürzt und was so viel bedeutet wie kabelloses, lokales Netzwerk, funktioniert in Meißen nicht – gerade jetzt, da ein Ende des Lockdowns absehbar ist. Das ist ärgerlich, sagte sie im Sozial- und Kulturausschuss.

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Meißen wolle sich touristenfreundlich präsentieren, hieß es im Februar 2014, als die Stadt gemeinsam mit der Telekom einen kostenlosen Zugang zum Internet – auch WLAN-Hotspot genannt – eingerichtet hatte. Gerade Besucher, die auf Informationen angewiesen sind und dazu das Netz nutzen, sollten durch das Gratis-WLAN auch gezielt angesprochen und auf Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants in Meißen aufmerksam gemacht werden, so das Kalkül der Stadt.

Allerdings ist dieses „alte“ WLAN im Dezember 2020 abgeschaltet worden, wie Rathaus-Sprecherin Katharina Reso auf Nachfrage der SZ informiert. Die EDV-Abteilung der Stadtverwaltung arbeitet an einer neuen Lösung. „Diese bietet einen zeitlich unbegrenzten Zugang zum WLAN und kann deutlich mehr gleichzeitige Zugriffe verwalten“, nennt sie Vorteile der neuen Lösung.

Außerdem müssen sich die Nutzer des Angebots nicht mehr wie bisher authentifizieren. Künftig soll es ausreichen, lediglich die Nutzungsvereinbarung zu bestätigen. Zusätzlich wird mit der neuen Lösung eine Landingpage geschaltet. Diese Zielseite kann vom Stadtmarketing für die Bewerbung von Veranstaltungen und anderen Angeboten in Meißen genutzt werden.

Bezahlung aus der Gästetaxe

Bislang reichte der kostenlose WLAN-Empfang vom Marktplatz bis zum Kleinmarkt – aber nur bei gutem Wetter. Durch zwei auf dem Rathaus installierte Antennen konnten sich bis 300 Menschen gleichzeitig einloggen und eine Stunde lang mit ihren Handys, Tablets oder Laptops kostenfrei im Internet surfen.

Das Angebot ist auf eine normale Internet-Nutzung ausgerichtet. Es geht nicht darum, auf dem Rathaus bei Netflix Filme zu schauen, sondern E-Mails durchzusehen und aktuelle Informationen – zum Beispiel über das Wetter, zur Verkehrslage oder aktuelle Angebote in Kinos, Klubs oder im Theater – abzurufen.

Die künftige Lösung wird eine breitbandige sein, und sie ist dann modular über verschiedene Standorte erweiterbar. Die Stadt kostet das neue Gratis-WLAN 11 Euro pro Standort und Monat. Bezahlt wird es aus den Einnahmen aus der Gästetaxe, wie die Stadt-Sprecherin informiert.

Aber die neue Lösung lässt noch auf sich warten. Wie lange, ist unklar. Bis die neuen kostenlosen Zugänge ins Internet in Meißen nutzbar sind, müssen noch einige Gerätschaften installiert werden. Hier gibt es Lieferschwierigkeiten durch die Hersteller. Außerdem sind noch offene Fragen mit den Denkmalschutzbehörden zu klären. Eine genauere Aussage als „noch in dieser Saison“ war im Rathaus nicht in Erfahrung zu bringen.

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