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Weil Kindergeschrei Zukunftsmusik ist

Die Gemeinde Hirschstein baut einen neuen Kindergarten. Am Freitag wurde symbolisch der Grundstein gelegt.

Auch die Kleinsten packten mit an bei der Grundsteinlegung. Sie freuen sich schon auf ihr neues Haus.
Auch die Kleinsten packten mit an bei der Grundsteinlegung. Sie freuen sich schon auf ihr neues Haus. © Sebastian Schultz

Hirschstein. In der Gemeinde hat man mal wieder Grund zum Feiern. Vor fünf Jahren wurde der Grundstein für eine neue Kinderkrippe gelegt. Die ist längst in Betrieb, kostete insgesamt 1,1 Millionen Euro. Am Freitag nun erneut eine Grundsteinlegung. Diesmal geht es um einen neuen Kindergarten. Der Ersatzneubau soll die Einrichtung "Sonnenschein" ablösen.

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Die Grundplatte des neuen Kindergartens in Prausitz ist schon fertig. In einem Jahr soll das neue Haus einzugsbereit sein.
Die Grundplatte des neuen Kindergartens in Prausitz ist schon fertig. In einem Jahr soll das neue Haus einzugsbereit sein. © Sebastian Schultz

Das alte Haus weist seit zehn Jahren erhebliche Mängel auf. Eine Sanierung wäre aufwändig und teuer. Schnell setzte sich die Erkenntnis durch: Ein Ersatzneubau musste her. "Deshalb haben wir das Projekt auch in die Kategorie 1 der Prioritätenliste gesetzt", sagte Meißens Landrat Ralf Hänsel (parteilos) zur Grundsteinlegung. Er hatte ein bisschen Mühe sich gegen den Lärm vom nahen Bolzplatz durchzusetzen. Doch wie heißt es so schön: Kindergeschrei ist Zukunftsmusik.

Gemeinde stößt schnell an finanzielle Grenzen

In Hirschstein hat diese Zukunft längst begonnen. Nachdem schon die Grundschule saniert und die Krippe gebaut wurden, entsteht nun auch ein neuer Kindergarten. Geplant wird der Ersatzneubau schon seit 2016. Insgesamt 2,72 Millionen Euro wird der Bau kosten. "Bei solchen Dimensionen stößt eine kleine Gemeinde wie wir schnell an ihre Grenzen. Deshalb sind wir froh und dankbar, dass wir 2,04 Millionen Euro Fördermittel des Bundes bekommen und auch der Landkreis 204.000 Euro zuschießt", so Bürgermeister Conrad Seifert (CDU), der nicht zur Grundsteinlegung kommen konnte. Er befindet sich in Quarantäne, weil er Kontakt mit einer an Corona erkrankten Person hatte. Für die Gemeinde bleibt ein Eigenanteil von immerhin 476.000 Euro. Damit ist der Bau des Kindergartens die größte Investition der Gemeinde in diesem und im nächsten Jahr.

Als Wohnstandort attraktiv

Hänsel lobte die Investitionen der Gemeinde in kluge und zukunftsorientierte Infrastruktur. Dadurch werde die Gemeinde für Besucher und für Einwohner als Wohnstandort attraktiv. Dies zeige sich auch daran, dass die Einwohnerzahl seit Jahren bei knapp unter 2.000 relativ konstant bleibe. "Dieses Geld ist gut angelegt, um den ländlichen Raum zu stärken", lobte auch der CDU-Landtagsabgeordnete Geert Mackenroth.

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Entstehen wird ein modernes, gut ausgestattetes Gebäude mit hellen Räumen und zahlreichen Spielmöglichkeiten. Auch für die Erzieherinnen werden zeitgemäße Arbeitsbedingungen geschaffen. Der neue Kindergarten soll etwa 80 Mädchen und Jungen Platz bieten. Gehen die Arbeiten zügig und planmäßig vonstatten, sollen im Sommer nächsten Jahres die Räume mit Kinderlachen erfüllt werden.

Noch unklar ist, was dann mit dem alten Gebäude wird. Möglicherweise wird es wie die ehemalige Einrichtung in Bahra verkauft und für Wohnzwecke genutzt. Die ehemalige Bahraer Kinderkrippe baut derzeit ein junges Paar um.

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