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Welche Apfelsorten sind die gesündesten?

Am heutigen Tag des deutschen Apfels gebührt dem beliebten Obst doch gleich mal ein Gesundheitscheck. Denn Apfel ist hier nicht gleich Apfel.

An apple a day keeps the doctor away - so ein altes Sprichwort. Dabei heißt es aber dennoch auch den richtigen Apfel aus dem Regal zu greifen.
An apple a day keeps the doctor away - so ein altes Sprichwort. Dabei heißt es aber dennoch auch den richtigen Apfel aus dem Regal zu greifen. ©  pixabay.com

Im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder beim Händler des Vertrauens wird man meist von zahlreichen Apfelsorten nahezu überflutet. Für welche man sich entscheidet ist nicht ganz unwesentlich. Denn es gibt sogar beachtliche Unterschiede, die nicht nur den Geschmack betreffen. Besonders die alten Apfelsorten sollen am gesündesten sein. Aber woran liegt das?

Ist alt gleich gesund?

Die alten Apfelsorten, wie Boskoop, Berlepsch, Cox Orange, Goldparmäne und Idared, sind die gesündesten. Diese Feststellung richtet sich eher weniger nach den Vitaminen, sondern vielmehr nach ihren sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen. Denn vor allem die sekundären Pflanzenstoffe machen den Apfel zu einem wertvollen Lebensmittel. Eine Gruppe dieser Stoffe sind die Polyphenole, die am meisten in den alten Apfelsorten enthalten sind. Aber warum nicht in den neuen?

Polyphenole bilden den natürlichen Abwehrschutz eines Apfels gegen Insekten und Pilze. Sie machen hingegen den Apfel saurer und schneller braun. Da Äpfel bei der Lieferung, in den Supermärkten und dann später zu Hause möglichst lange halten sollen, werden diese für den Körper wichtigen Polyphenole bei den neuen Apfelsorten vermehrt herausgezüchtet. Darf es also beim nächsten Einkauf doch eher eine alte Sorte sein?

Gut für Darm, Herz-Kreislauf-System und Co.

Durch den hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe in den alten Apfelsorten haben diese eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet sie wirken entzündungshemmend und neutralisieren Freie Radikale, welche zum Beispiel durch Stress, Rauchen oder intensive Sonneneinstrahlung im Körper gebildet werden. So sollen sie auch ein guter Helfer gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs (vor allem die Sorte Jonagold) und Arthritis sein.

Die Ballaststoffe sind außerdem für unsere Darmflora gut und, wer hätte es gedacht, helfen sogar beim Abnehmen. Denn der Ballaststoff Pektin (vor allem in der Sorte Boskoop enthalten) sorgt für einen konstanten Blutzuckerspiegel und zaubert das Hungergefühl weg. Naja, zumindest für eine Weile. Wir wissen ja alle, wie es ist.

Zudem ist der Apfel ein guter Lieferant an Kalium. Dieser Mineralstoff ist für eine gute Funktion von Zellen, Muskeln und Nerven sowie für die Regulierung des Säuregrades im Körper zuständig.

Übrigens: Entscheiden Sie sich lieber für rote anstatt grüne Äpfel. Diese enthalten mehr Vitamine, Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als ihre grünen Verwandten.

Die Schale muss mit

Ohne seine Schale ist der Apfel zwar immer noch ein gesunder Snack, aber die wirklich gesunden Ballaststoffe, sekundären Pflanzenstoffe und auch ein Großteil der Vitamine landen damit auf dem Kompost. Das bedeutet: nie ohne Schale snacken. Spart Arbeit und ist noch dazu viel gesünder. Wäre doch auch wirklich schade drum.

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