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Meißen.Lokal

"Wer hat gepupst?" - Woher der Furz kam

Am 18. März 2021 begehen wir den „Tag der peinlichen Momente“. Und wir fragen uns nun insgeheim, was war mein peinlichster Moment?

Das legendäre Furzkissen.
Das legendäre Furzkissen. © Wikipeda.org

Auf Platz 1 steht: „Wer hat gepupst?“

Selbst wenn der „Darmwind“ nicht zu hören war, macht sich das riechende Missgeschick meistens zumindest für die empfindlichen Nasen der Umstehenden bemerkbar, was zu einer relativ unangenehmen Situation führen kann. Es ist das natürlichste der Welt und doch genieren wir uns. Ob kurz oder lang, lautlos oder mit Knall – der Pups beschäftigt die Menschheit schon sehr lange Zeit.

Gehen wir doch der Geschichte des Pupses mal etwas nähe auf den Grund und schauen uns kuriose und erstaunliche Fakten an.

Im Mittelalter war das “furzen“ etwas völlig normales. z.B. war dem Reformator Luther ein herzhafter „Leibwind“ in keinster Weise peinlich. Für ihn war es ein patentes Mittel, um den Teufel zu verjagen: „Ich treibe ihn oft mit einem Furz hinweg.“ Erasmus von Rotterdam gab zur gleichen Zeit in seinem „Knigge fürs Mittelalter“ den Tipp, die Pobäckchen etwas fester zusammenzukneifen, „um die Gase in seinem Unterleib zu halten“. Und sollte das Malheur doch einmal geschehen, gelte das alte Sprichwort: „Einen Furz verdeckt man geschickt hinter einem gekünzelten Huster“.

Kurioserweise ist der Pups auch in der Tierwelt etwas zur Abwehr von Feinden. Die Tasman-Erddrossel erschreckt Würmer, die sie futtern will, mit einem lauten Pupsen und schnappt zu und der verschreckte Wurm ist Geschichte.

Haben sie gewusst...

das ein durchschnittlicher Pups mit einer Geschwindigkeit von rund elf Kilometer pro Stunde entweicht? Aber Vorsicht! Derartige Knaller können auch Verletzungen im menschlichen Verdauungstrakt hervorrufen, denn darin stecken besonders viele Bakterien, welche dem Organismus bei der Verdauung helfen. Durch das Abbauen von verschiedenen Nahrungsbestandteilen werden unzählige Gase produziert, welche man später „ausgast“. Die BBC hat in einer Studio herausgefunden, das zwar Männer und Frauen die gleiche Anzahl an Abgasen produzieren, aber die Herren der Schöpfung dies ungenierter herauspressen und sich selten dafür schämen.

Aber liebe Leser, seien Sie vorsichtig mit dem entweichen dieser Gase, wenn Sie in eine Polizeikontrolle geraten. Gegen einen Leipziger, dem bei einer Kontrolle vor Aufregung ein Pups entfuhr, wird nun wegen Beamtenbeleidigung ermittelt.

Das Thema abschließen möchten wir mit dem berühmten Zitat von Luther: „Aus einem traurigen Arsch, fährt nie ein fröhlicher Furz“.

Na dann, gut Pups!!!

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