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Archäologen graben in Lommatzsch

Für die Ostumgehung starten bauvorbereitende Arbeiten. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird die Fläche absuchen.

Vor jedem Straßenbau sind archäologische Untersuchungen notwendig. Ab nächster Woche wird auch in Lommatzsch gegraben.
Vor jedem Straßenbau sind archäologische Untersuchungen notwendig. Ab nächster Woche wird auch in Lommatzsch gegraben. © Symbolfoto: André Schulze

Dresden/Lommatzsch. Durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Meißen, ist der Neubau der S 32-Ortsumgehung Lommatzsch vorgesehen. Der geplante Ausbauabschnitt mit einer Länge von etwa einem Kilometer soll direkt an den bereits realisierten Verlauf der Südumgehung der S 32 zwischen Raubaer und Mertitzer Straße anschließen und im Osten etwa in Höhe des Daubnitzer Weges wieder in die bestehende S 32 münden.

Im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme sind Kampfmitteluntersuchungen und archäologische Grabungen als bauvorbereitende Maßnahmen auszuführen. Zur Gefahrenvorsorge ist eine Sondierung der gesamten Flächen bis in eine Tiefe von rund 2,5 Metern geplant. Die Arbeiten beginnen am 16. November und werden voraussichtlich rund vier Wochen dauern. Das teilt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mir. 

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Die zu untersuchende Gesamtfläche beträgt rund 8.300 Quadratmeter, dabei handelt es sich ausschließlich um Acker- und Grünlandflächen. Einschränkungen für den Straßenverkehr sind daher nicht zu erwarten.

Auf der Strecke der Ostumgehung werden zwei Kreisverkehre und eine Einmündungskreuzung ohne Lichtsignalanlage entstehen. Die Kreisverkehre dienen als Verbindung der Mertitzer Straße und Glashüttenstraße im Süden sowie als Nahtstelle der neuen Umgehungsstraße mit der Meißner Straße im Osten. Die Kreisfahrbahnbreite wird sechs Meter betragen. Die Zöthainer Straße wird durch die neue Umfahrung mit einer Einmündungskreuzung in Richtung Stadtzentrum unterbrochen. An der östlichen Seite des Knotenpunktes wird am zukünftigen Sackgassenende der Zöthainer Straße eine Wendemöglichkeit angelegt.

Im Bereich des Kreisverkehrs Mertitzer Straße und Glashüttenstraße im Süden sowie ab Erreichen der Meißner Straße im Osten ist die Umfahrung als Innerortsstraße mit zwei Fahrstreifen zu je 3,25 Meter Breite und zusätzlich von der Fahrbahn getrennten Rad- und Gehwegen geplant. Zusätzlich ist eine Neugestaltung der beiden vorhandenen doppelseitigen Linienbushaltestellen vorgesehen. Im dazwischen liegenden Außerortsbereich werden die beiden Fahrstreifen eine Breite von jeweils 3,50 Meter aufweisen.

Die S 32 erfüllt in der Region eine maßgebende Verbindungsfunktion. Sie dient hauptsächlich der regionalen Verbindung zwischen Döbeln und der Bundesstraße B 6 nach Meißen und ebenfalls dem Individual- und landwirtschaftlichen Erschließungsverkehr. In Lommatzsch treffen gegenwärtig drei regional bedeutsame Staats- und zwei Kreisstraßen aufeinander. Daraus resultiert ein relativ hohes Verkehrsaufkommen auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen und überregionalen Verkehr in der Innenstadt mit der vorhandenen engen Bebauung. (SZ/jm)

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