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Nossener bauen Impfstoff-Transporter

Die Firma Schaumaplast garantiert Verpackungslösungen für mindestens fünftägige Kühlung bei minus 70 Grad Celsius.

In der Nossener Firma Schaumaplast werden Verpackungen für den Transport von Corona-Impfstoff hergestellt.
In der Nossener Firma Schaumaplast werden Verpackungen für den Transport von Corona-Impfstoff hergestellt. © Schaumaplast

Von Ina Reichel

Nossen. Spätestens ab Januar sollen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern die Impfungen gegen Covid-19 beginnen. Für den korrekten Transport der Impfstoffe spielen Produkte von Schaumaplast aus dem sächsischen Nossen eine wichtige Rolle.

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In Deutschland läuft der Aufbau von Impfzentren mittlerweile auf Hochtouren. Mit Zulassung der Impfstoffe müssen Millionen Serum-Dosen bei konstanten minus 70 Grad Celsius von den Pharmazie-Betrieben in die Zentren geliefert werden. Dafür braucht es die richtigen Verpackungslösungen. Schaumaplast, Hersteller technischer Formteile und Verpackungen aus Styropor und anderen Partikelschäumen, bietet diese Lösungen für einen zuverlässigen temperaturgeführten Transport an.

Kühlsysteme arbeiten stromlos

Bereits seit Sommer 2020, als die Bedingungen für die Impfstofflogistik bekannt wurden, arbeitet Schaumaplast an der speziellen Verpackung. Ingenieure und Facharbeiter am Hauptsitz im baden-württembergischen Reilingen entwickeln, qualifizieren und fertigen gemeinsam mit den Kollegen in Nossen und den weiteren Werksstandorten die stromlos arbeitenden, zumeist mehrwegfähigen Kühlsysteme für den gefragten Temperaturbereich. „Dafür werden spezielle Isolierbehälter mit Trockeneis bestückt. Der minus 80 Grad Celsius kalte, feste Stoff verdampft ohne Rückstände und entwickelt dabei die Energie, die für eine sichere Kühlleistung über mindestens fünf Tage sorgt“, erläutert Markus Hoffmann, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Schaumaplast GmbH & Co. KG.

Großes Interesse der Pharmaindustrie

Das Unternehmen kann vom normalen, etwa zwei Liter fassenden Paket bis zur Europalette mit einem Packvolumen von 1.200 Litern die unterschiedlichsten Versandgrößen zur Verfügung stellen. Diese werden unter anderem bei der Schaumaplast Sachsen GmbH in Nossen hergestellt. Von diesem Standort kommt auch das „Flaggschiff“, der Pallet Transporter. Dieser Behälter kann eine komplett verpackte und vorkonditionierte Europalette aufnehmen und die temperaturempfindliche Ware teils mehr als fünf Tage sicher kühlen.

„Die Pharmaindustrie zeigt großes Interesse für den Pallet Transporter, in dem viel Know-how ‚made in Saxony‘ steckt. Die große Thermobox bietet sich zum Beispiel an, um Covid-19-Impfstoffe in großen Mengen in entlegene Regionen der Welt zu transportieren, unter anderem an die Orte, an denen lokal keine Impfstoffproduktion stattfinden kann“, sagt Geschäftsführer Toni Küttner und ergänzt: „Wir freuen uns auf die Herausforderung und die Chance, von Nossen aus einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Pandemie leisten zu können.“

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Zur Schaumaplast-Gruppe mit Hauptsitz in Reilingen/Baden-Württemberg gehören weitere Werke in Deutschland sowie in Polen und den USA. Ein eigener Geschäftsbereich beschäftigt sich mit der Entwicklung, Produktion und Qualifizierung passiver, also stromlos arbeitender Thermoverpackungen. Die Komplettlösungen, Thermoboxen und Kühlelemente werden für den Versand temperaturempfindlicher Pharma- und Biotech-Produkte eingesetzt. Sie decken je nach Anwendungsfall Bereiche von unter minus 70 Grad Celsius bis zu plus 25 Grad Celsius ab.

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