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Porzellanmanufaktur erschließt neues Bergwerk

Die Porzellanmanufaktur Meissen sichert die Grundlagen an Bodenschätzen für die nächsten hundert Jahre.

Seit Gründung der Porzellanmanufaktur Meissen bilden die Rohstoffe Kaolin, Feldspat und Quarz die Grundlage zur Herstellung des Weißen Goldes.
Seit Gründung der Porzellanmanufaktur Meissen bilden die Rohstoffe Kaolin, Feldspat und Quarz die Grundlage zur Herstellung des Weißen Goldes. © Porzellanmanufaktur Meissen

Meißen. Seit Gründung der Porzellanmanufaktur Meissen bilden die Rohstoffe Kaolin, Feldspat und Quarz die Grundlage zur Herstellung des Weißen Goldes. Bereits seit 1764 wird dafür im hauseigenen, kleine Bergwerk Seilitz Kaolin abgebaut. Dieses ist in seiner spezifischen Zusammensetzung essenziell für die ganz besonders hochwertige Porzellanrohmasse von Meissen.

So ist dieses spezielle Kaolin der Garant für die Güte des Meissener Porzellans. Nach mehr als 250 Jahren ist das derzeitige Grubenfeld nun nahezu erschöpft, weshalb rund 150 Meter weiter ein neuer Zugang errichtet wird. Als Wiege des europäischen Porzellans ist Meissen seit 1710 gelebtes Kunsthandwerk und immaterielles Kulturerbe, welches von Generation zu Generation weitergereicht und weiterentwickelt wird.

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Das auf die mittlerweile fünfte Sohle ausgebaute Bergwerk trennt eine großflächige Steinformation vom weiteren Kaolin-Vorkommen der Abbaustätte. Daher entsteht nun etwa 150 Meter vom aktuellen Förderschacht ein neues Grubenfeld. Das Betriebsgelände umfasst ein Huthaus, eine Schachthalle sowie ein Rohstofflager und wurde beim kürzlichen Richtfest eingeweiht.

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Der dort entstehende zweite Förderschacht erschließt das neue Grubenfeld zunächst auf der ersten Sohle und soll im ersten Halbjahr 2023 eröffnet werden. Wie bereits im 1764 erschlossenen Bergwerk sollen ab 2023 jährlich rund 150 Tonnen Kaolin für die Herstellung des Meissener Porzellans gewonnen werden. Das Betriebsgelände mit dem Zugang zum Bergwerk mit reichem Kaolin-Vorkommen auf drei Sohlen, ermöglicht der Manufaktur so für bis zu 100 weitere Jahre die gesicherte Herstellung des Kulturgutes Meissener Porzellan. (SZ)

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