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Sparkasse Meißen geht auf Sparer zu

Im Streit um Zinsen für Prämienverträge deutet sich eine Lösung an.

Bringt der März eine Kehrtwende für Prämiensparer der Sparkasse Meißen, die nach wie vor auf ihre Zinsnachzahlungen hoffen?
Bringt der März eine Kehrtwende für Prämiensparer der Sparkasse Meißen, die nach wie vor auf ihre Zinsnachzahlungen hoffen? © dpa

Meißen. Bringt der März eine Kehrtwende für Prämiensparer der Sparkasse Meißen, die nach wie vor auf ihre Zinsnachzahlungen hoffen? „Die Sparkasse Meißen hat einem Kunden 60 Prozent der Zinsen zugesagt, die ihm nach der Berechnung der Verbraucherzentrale noch zustehen“, sagt Sylvia Neubert, Leiterin der Beratungsstelle Meißen. Der Meißner hatte seinen Anspruch auf Zinsnachzahlung bei der Verbraucherzentrale Sachsen berechnen lassen und ihn mit Hilfe eines Rechtsanwalts bei der Sparkasse eingefordert.

Und auch das Urteil in der Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Sparkasse Meißen naht: Das Oberlandesgericht Dresden hat die erste Verhandlung auf den 31. März 2021 datiert. Betroffene haben damit nur noch bis zum 30. März die Chance, sich der Klage anzuschließen und ihre Ansprüche auf diese Weise zu sichern. Durchschnittlich stehen den Sparern nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Sachsen 4.700 Euro Zinsen pro Vertrag zu.

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Die Verbraucherzentrale Sachsen hat deswegen eine Sonderhotline für alle offenen Fragen eingerichtet. Diese kann am 11. März, von 10 Uhr bis 18 Uhr, unter untenstehender sachsenweiter Nummer erreicht werden.

Klageteilnahme ist kostenfrei

Eigenen Angaben zufolge haben die sächsischen Verbraucherschützer mittlerweile mehrere Hundert Prämiensparverträge der Sparkasse Meißen geprüft. Schon über 400 Betroffene hätten sich selbstständig oder mit Hilfe der Verbraucherschützer ins Klageregister eintragen und sich so einer Musterfeststellungsklage angeschlossen.

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Die Klageteilnahme ist für Verbraucher grundsätzlich kostenfrei. Auf der Internetseite des Bundesamtes für Justiz kann man sich selbst eintragen. „Wer Unterstützung für einen rechtssicheren Eintrag benötigt, ist bei unseren Experten zum Preis von 40 Euro an der richtigen Stelle“, so Neubert weiter. Die Beratung wird aufgrund der Corona-Pandemie aktuell telefonisch oder per E-Mail durchgeführt. (SZ)

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