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Viel Porzellan in Pandemie zerschlagen

Der jetzt veröffentlichte Beteiligungsbericht des Freistaates zeichnet ein kritisches Bild von der Lage der Manufaktur Meissen.

Die Hoffnung auf gutes Umsatzwachstum nach der Restrukturierung haben sich bei Europas ältestem Porzellanhersteller durch die Pandemie zerschlagen.
Die Hoffnung auf gutes Umsatzwachstum nach der Restrukturierung haben sich bei Europas ältestem Porzellanhersteller durch die Pandemie zerschlagen. © Claudia Hübschmann

Dresden/Meißen. Um die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie zu bewältigen, müsse sich die Porzellanmanufaktur Meissen massiv anstrengen. Das ist dem jetzt veröffentlichten Beteiligungsbericht des Freistaates Sachsen zu entnehmen. Das 274 Seiten starke Dokument enthält Daten zu 31 Unternehmen, an denen das Land unmittelbar beteiligt ist. Rund 5.500 Menschen sind in diesen Firmen tätig.

Zur Manufaktur heißt es weiter, dass dem Umsatzrückgang aufgrund zeitweiser Ladenschließungen mittels Kurzarbeit habe begegnet werden können. Dennoch sei der Traditionsbetrieb auf Geld aus dem sächsischen Corona-Fonds angewiesen. Die Vergabe der Mittel müsse so geschehen, dass sie mit EU-Wettbewerbsrecht im Einklang steht. Dieser Punkt erscheint besonders sensibel, da bereits in Brüssel ein Verfahren zur Prüfung der in den letzten Jahren geflossenen Staatsmittel anhängig ist.

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Neben der produzierenden Manufaktur ist die Porzellan-Stiftung, welche das kulturelle Erbe betreut, im Beteiligungsbericht erwähnt. In der entsprechenden Passage heißt es, die behördlich verordnete Schließung des Museums vom 14. März und die Beeinträchtigung des Besucherverkehrs seit Wiedereröffnung am 8. Mai 2020 aufgrund von Reisewarnungen insbesondere für ausländische Gäste habe für das Jahr 2020 eine Minderung der Umsatzerlöse um etwa 50 Prozent bedeutet. Die Auswirkungen der Covid19-Pandemie würden sich mindestens bis ins Jahr 2022 erstrecken.

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