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Zahlt sich Nachhaltigkeit für Unternehmen aus?

Die Pandemie stellt grundlegende Prozesse auf den Prüfstand. Der Wirtschaftstag im Kreis Meißen beschäftigte sich deshalb mit zukunftsfähigen Unternehmen.

Timo Leukefeld brachte das Publikum auf den neusten Stand, was Roboter schon alles können. Doch Maschinenschwärmerei - Fehlanzeige. Denn was ist bei einem Stromausfall oder bei einem Hack?
Timo Leukefeld brachte das Publikum auf den neusten Stand, was Roboter schon alles können. Doch Maschinenschwärmerei - Fehlanzeige. Denn was ist bei einem Stromausfall oder bei einem Hack? © Tobias Sauer, ProBild Fotografie

Coswig. Zweimal musste der Wirtschaftstag schon verschoben werden, nun wurde ein tragfähiges Hygienekonzept gefunden. Im Raum war es dementsprechend zugig und auch die Teilnehmer mussten sich den Kopf durchblasen lassen: Unter dem Motto "Ist mein Unternehmen zukunftsfähig?", sprachen die Redner unangenehme Wahrheiten an. Von der Unternehmenskultur bis zur Wertschöpfungskette: Um langfristig am Markt bestehen zu können, stünden die Betriebe im Landkreis vor einem großen Transformationsprozess.

Anregungen lieferten Timo Leukefeld, der als Solartechnikunternehmer energieautarkes Wohnen vorantreibt und aus der MDR-Serie 'Wie werden wir in Zukunft leben' bekannt ist. Leukefeld prognostiziert, dass eine Ökonomie des Überflusses, die auf Knappheit begründete ablösen würde. Allerdings müssten sich Unternehmen darauf einstellen, autarke Energie zu erzeugen und diese effizienter zu verbrauchen. Nicht nur aus Kostengründen, denn Blackouts seien vorhersehbar.

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Eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, Detlef Hamann: "Vor zwei Jahren haben wir über viele Risiken gesprochen, aber eins hatten wir nicht auf dem Schirm, und zwar eine globale Pandemie." Eine Zeit, die allerdings nicht nur die Schwächen von vielen Unternehmen offenbarte (Digitalisierung etc.), sondern auch Stärken aufzeigte, zum Beispiel die Bereitschaft voneinander zu lernen. Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen stellt sich für Hamann weniger die Frage wie, sondern wovon wir in Zukunft leben sollen.

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