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Meißen.Lokal

Wollen Kinder immer noch Kosmonaut werden?

Eine Frage die viele Eltern beschäftigt. Anlässlich des Weltkindertages am 20. September wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen.

© © Foto: pixabay.com

Am 20. September ist „Weltkindertag“. An diesem Tag soll auf die Rechter der Kinder aufmerksam gemacht werden und Ihre individuellen Bedürfnisse. In diesem Zusammenhang haben wir uns gefragt:

Würden unsere Kinder heute noch Kosmonaut werden wollen?

Können Sie sich noch an Ihren Berufswunsch als Kind erinnern?

Vor mittlerweile 52 Jahren betrat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch der Welt den Mond und sprach die magischen Worten: „Ein kleiner Schritt für mich, ein großer für die Menschheit.“

Viele saßen damals vor den Radiogeräten oder Fernsehern, hörten und sahen die Apollo 11 mit Buzz Aldrin und Michael Collins um den Mond kreisen und fieberten mit. „Ich werde Astronaut“. In der DDR war es eher Sigmund Jähn, welcher am 26. August 1978 als erster Bürger der DDR der erste Deutsche im All war. Nun wollten auch die „Kinder des Ostens“ Kosmonaut werden.

Astronaut oder Kosmonaut?

Ein „Astronaut“ ist der 1958 festgelegte, offizielle Titel für Raumfahrer der zivilen US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft NASA und gleichzeitig die am häufigsten verwendete Bezeichnung. Der Begriff leitet sich aus dem griechischen Wort für Stern ("Astron") und Seefahrer ab ("Nautes"). Ein Astronaut ist somit ein "Seefahrer der Sterne".

Im Wettstreit um die Vorherrschaft wählte die damalige Sowjetunion einen anderen Begriff für ihre Raumfahrer. Sowjetische Raumfahrer bezeichneten die Sowjets als "Kosmonauten" (z.B. Juri Gagarin). Dieser Begriff stammt ebenfalls aus dem griechischen. Er ist vom Begriff für Weltraum ("Kosmos") abgeleitet. Ein Kosmonaut ist somit ein „Weltraumfahrer“.

Wie auch immer die Bezeichnung lautet. Alle wollen die Weite des Weltraumes erobern.

Und was denken Sie, was die Kinder heute antworten, wenn man sie nach ihrem Traumberuf fragt?

Die meisten Antworten von Kinder auf die Frage, was Sie später mal werden wollen war vor 30 Jahren bei Jungs: Astronaut, Feuerwehrmann, Fußballprofi und bei Mädchen: Sängerin, Tierärztin oder Floristin. Und ja, die Zeiten haben sich geändert. Während die Kinder früher noch gegen Feuer kämpfen wollten, den Weltall erobern oder das Goldene Tor zur Fußballweltmeisterschaft schießen wollten sehen die Tatsachen heute etwas anders aus.

Schuld ist der digitale Wandel der Zeit und das Aufkommen von zahlreichen sozialen Medien. Hier suchen häufig Kinder und junge Menschen ihre Vorbilder.

Bei einer Umfrage eines weltbekannten Spielzeugherstellers stellte sich heraus, dass von den befragten Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren nur noch ein Bruchteil Astronaut werden wollten, sondern lieber eine Karriere als Youtube-Star oder Influencer ansteuern. Ja, ein neuer Begriff, den man vor ein paar Jahren noch mit einem Grippevirus (Influenza) in Verbindung brachte.

Heute verhält es sich mit diesen Symptomen aber ähnlich. Als Influencer bezeichnen sich seit den 2000er Jahren Personen, die durch ihre starke Präsenz und ihr Ansehen in sozialen Netzwerken Produkte und Lebensstile bewerben und somit Ihre „Follower“ damit infizieren und anstecken wollen.

Aber es gibt Hoffnung und internationale Unterschiede der Kinder. In China z.B. streben immer noch die Hälfte der befragten Kinder eine Karriere im All an und sehen dort ihre berufliche Zukunft. In Amerika liegt der Trend Richtung Musiker und Profisportler.

Wie sieht es in Deutschland aus? Vieles Berufswünsche sind Modeerscheinungen und werden stark durch die Medien beeinflusst. Während im Fernsehen die Serie „Alarm für Cobra 11“ läuft, häuft sich der Wunsch, Polizist zu werden. Oder harte Kerle kämpfen gegen Feuer wie bei „Chicago Fire“, schon werde ich Feuerwehrmann. Die Geschlechtermeinungen sind verschieden. Mädchen wollen lieber helfen und Jungs suchen das Risiko. Es ist doch schön, Träume zu haben.

Und wer wird also später die Welt retten?

Hoffen wir, dass diese Modeerscheinungen wie Youtube-Star und Influencer irgendwann wieder von der Bildfläche verschwinden und der Fokus der Berufswünsche wieder in eine Richtung rücken, dass jeder seinen Beitrag zum Erhalt der Welt leistet.

Es ist doch schön, noch Träume zu haben ....

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