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Zahlreiche Proteste gegen Corona-Verordnung im Landkreis Meißen

Laut Polizeischätzungen gingen am Montag an verschiedenen Orten insgesamt rund 2.400 Leute auf die Straße. Einige müssen jetzt mit Ermittlungsverfahren rechnen.

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Die Polizei sicherte zehn angemeldeten Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen. Es gab aber auch unangemeldete Aktionen.
Die Polizei sicherte zehn angemeldeten Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen. Es gab aber auch unangemeldete Aktionen. © Archiv/Rene Meinig

Landkreis. Am Montag gab es auch im Landkreis Meißen zahlreiche Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilt, sicherten Einsatzbeamte zehn angezeigte Versammlungen in Dresden (3), Großenhain (1), Meißen (1), Radebeul (1) sowie in Riesa (4) ab. An den Versammlungen, die störungsfrei verliefen, nahmen bis zu zehn Personen teil.

In den sozialen Netzwerken war wiederum zu einer Vielzahl von Protesten gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen aufgerufen worden. Dahingehend war die Polizei auch im Landkreis Meißen präsent.

In Coswig versammelten sich am Abend nach Polizeiangaben etwa 600 Menschen, um gegen die sächsische Corona-Notfall-Verordnung zu protestieren. Wenig später setzten sich die Teilnehmer in Bewegung. Polizeibeamte nahmen die Situation mit Videotechnik auf. Entsprechende Ermittlungsverfahren würden folgen.

Weitere Protestaktionen stellten die Einsatzbeamten in Großenhain mit 250 Personen, in Meißen mit etwa 300 Teilnehmern, in Radebeul mit 600 und in Radeburg mit 500 Personenfest. Kleinere Aktionen gab es in Nossen (35 Personen), Nünchritz (40 Personen), Riesa (60) sowie in Zabeltitz (15).

Im Zusammenhang mit den Protestaktionen im Landkreis Meißen führte die Polizei mehrere Identitätsfeststellungen durch und leitete Anzeigen wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Notfall-Verordnung sowie gegen das Sächsische Versammlungsgesetz ein, heißt es aus der Polizeidirektion Dresden. (SZ/jm)