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Zuschuss für die Görnische Gasse 32

Die Stadt übernimmt einen Teil der Kosten, damit dringend notwendige Bauarbeiten am Dach und an der Fassade beginnen können.

Das Haus in der Görnischen Gasse 32 ist eines der letzten Häuser, das auf dieser Straße der Sanierung harrt. Der neue Eigentümer, der das Haus im vorigen Jahr erwarb, bereitet die dringend notwendigen Bauarbeiten vor.
Das Haus in der Görnischen Gasse 32 ist eines der letzten Häuser, das auf dieser Straße der Sanierung harrt. Der neue Eigentümer, der das Haus im vorigen Jahr erwarb, bereitet die dringend notwendigen Bauarbeiten vor. © Anne Hübschmann

Meißen. Die Stadt beteiligt sich an der Sanierung des ruinösen Hauses an der Görnischen Gasse 32. Im Stadtentwicklungsausschuss stimmten alle acht Stadträte am Dienstagabend einer Beschlussvorlage der Verwaltung zu, dem Bauherren einen Zuschuss in Höhe von rund 87.000 Euro zu gewähren. Das sind 25 Prozent der absehbaren Baukosten, die aus dem Bund-Länder-Programm zum städtebaulichen Denkmalschutz gefördert werden können. Nach einer ersten Kostenschätzung des Bauherren werden rund 350.000 Euro benötigt, um die Bauarbeiten am Dach und an der Fassade des Hauses zu bezahlen.

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Nach den geltenden Regeln beteiligt sich die Stadt mit einem 20-prozentigen Eigenanteil an der Fördersumme, so dass 17.400 Euro aus dem Meißner Haushalt aufgewendet werden müssen, um das Sanierungsvorhaben in der Görnischen Gasse 32 zu unterstützen. So wird es möglich, den Dachstuhl, die Zwischengeschossdecken sowie die Fassade, die besonders vom Verfall betroffen sind, „bei der Sanierung prioritär zu berücksichtigen“, wie es im Beschluss heißt. „Die Beseitigung des Holzschwammbefalls, die Behebung der massiven Rissbildung über die gesamte rückwärtige Hausfront, die Ertüchtigung des notgesicherten Erkers an der Frontseite sowie die sichere Wiederherstellung des Treppenhauses sind als vorrangige Bauleistungen geplant.“

Somit kann der Erhalt des städtebaulich wertvollen Gebäudes – eines der letzten noch unsanierten Gebäude, wie Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) betonte – mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand der Stadt Meißen unterstützt werden. Da das Bund-Länder-Förderprogramm aber zum Ende des nächsten Jahres ausläuft, muss sich die Unterstützung aus diesem Programm auf Teilbereiche des Sanierungsvorhabens beschränken. Wie Jenny Pretzschner vom Bauverwaltungsamt erläuterte, sehen künftige Programme zur städtebaulichen Erneuerung eine Mindestbeteiligung der Kommunen in Höhe von einem Drittel der förderfähigen Kosten vor.

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