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Meißner Ärzteposse zieht weite Kreise

Nach dem SZ-Bericht über einen Meißner, der einen Arzttermin in drei Jahren bekommen hat, ist das Medien-Interesse groß.

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© Claudia Hübschmann

Meißen. Ob auf der Titelseite der Bild-Zeitung, im Sat-1-Frühstücksfernsehen oder bei der RTL-Mittagssendung „Punkt 12“. Zahlreiche Medien deutschlandweit beschäftigen sich inzwischen mit dem Fall von Sigmar Hausmann. Zuerst hatte die SZ Meißen über den Diabetiker berichtet, der die für eine notwendige Behandlung im Dresdner Uniklinikum gebrauchte Ultraschall-Untersuchung bei keinem Meißner Internisten bekommen konnte. Und das, obwohl ihm laut Überweisung ein Termin innerhalb eines Monats zustünde. Der einzige konkrete Vorschlag eines Meißner Arztes war dazu der 11. November 2019.

Demnach müsste der Patient über drei Jahre warten – ein Vorgang, der laut einem Statement eines Sprechers des Deutschen Ärzteverbandes als „absurd“ einzustufen ist. Da in Meißen nach wie vor kein Arzt eine zeitnahe Ultraschalluntersuchung signalisiert hat, setzt Hausmann seine Hoffnungen in die Dresdner Stoffwechselambulanz, wo diese ebenfalls durchgeführt werden könnte. Doch von dort – so der 64-Jährige – habe er inzwischen Post erhalten. Darin würden ihm insgesamt fünf notwendige Voruntersuchungen aufgezählt, die Hausmann zunächst vorbereitend bei Meißner Ärzten durchführen müsste. Die SZ bleibt dran. (SZ/mhe)